Hochzeitsreise mit Hammerhai
Vier Tage nach unserer Hochzeit, am 16. Juli 1985, landeten wir auf der von oben enttäuschend staubig wirkenden Insel Fuerteventura. Gut gelaunt und voller Tatendrang verließen wir unseren Flieger, um dann enttäuscht festzustellen, dass die Vegetation noch viel karger war, als wir es uns vorgestellt hatten.Der Himmel war bedeckt und das Ärgste, es regnete wie aus Eimern.
Die erste Enttâuschung hatte sich bereits gelegt, als der spanische Busfahrer uns auf hochdeutsch mitteilte, dass wir unser Hotel, das Los Gorriones Sol, in Kürze erreichen werden. Als wir die Halbinsel Jandia erreichten, teilten sich die Wolken und eine gleißende Sonne erhitzte in Minuten das Innere des Busses. Der erste Blick auf unser Flitterhotel: Ein wunderschöner, grauer Betonklotz an einem breiten Sandstrand und meilenweit keine Alternative. So weit der erste Eindruck.
Nach den ersten Tagen Eingewöhnung hatte man sich an das eintönige Buffetessen gewöhnt und war auch morgens schon gern bereit, ein wenig früher aufzustehen, um noch schnell vor dem Frühstück ein paar persönliche Dinge auf einer Liege am Pool aufzubauen. Sinn des Unterfangens: Ein windgeschütztes Plätzchen zu ergattern. Am Strand war permanenter Sandsturm. Zum Surfen 1a, zum Baden nicht geeignet.
Wir lernten auch schnell den aufdringlichen Animateuren auszuweichen. Dank deren Erfahrung mit Touristen wussten diese ja, dass man sich am Abend zusammenfinden musste. Es gab ja kaum eine Chance, die Lokalität zu wechseln. So bin ich dann auch, angefeuert von angetrunkenen Landsleuten, als römischer Gladiator auf der hoteleigenen Bühne aufgetreten. Wie peinlich..., oder habe am Herrenwasserballett zur Erbauung und Aufmunterung der weiblichen Gäste teilgenommen. Noch peinlicher!
Die ersten beiden Tage konnte ich zwar sehr gut surfen, aber Bianca war doch etwas enttäuscht.
