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Hochzeitsreise mit Hammerhai
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Ich versuchte, sie etwas zu bremsen, aber die Kraft dieses Fisches war einfach zu groß. Renato sprang aufgeregt um mich herum und gestikulierte wild, um mir auf spanisch zu erklären wie man Thunfische fängt. Es gelang mir nach 100 oder 200 Metern den Fisch zu stoppen, ohne dabei eine Fingerkuppe einzubüßen.
Meter für Meter zog ich den Fisch zum Boot und versuchte, bloß nicht den Haken auszureißen, um nicht den grinsenden Spaniern recht zu geben, die nur darauf zu warten schienen, dass ich meinen Fisch verliere.
Ihr Stolz gab ihnen keine Ruhe, denn warum sollte ein Tourist den ersten Fisch fangen? Frank war immer noch mit dem Anfüttern der anderen Fische beschäftigt und hatte für unser Jagdfieber kein Verständnis. Diese Art des "Anfütterns" von Großfisch hat sich im Übrigen seit Hunderten von Jahren immer wieder bewährt. *grins
50 Meter erkämpfte ich mir, 20 Meter zog mein Fisch wieder hinaus. So ging es eine halbe Stunde, bis endlich die silbrigen Konturen an die Oberfläche kamen.
Es handelte sich tatsächlich um einen Yellowfin-Thun (Gelbflossenthun) von ca. 40 kg Gewicht. Renato jr. war sichtlich erschüttert über das unverhoffte Glück des deutschen Sonntagsanglers. Frank konnte mir nicht einmal Petri-Heil wünschen. Er tat mir wirklich leid. Jetzt hatte mich das Jagdfieber völlig gepackt. Eine frische Sardine an den Haken und ab damit in das Wasser. Den nächsten Thun hatte ich schon nach einer halben Stunde an Bord, nur wenig kleiner als sein Kumpel. Nummer drei noch ein wenig kleiner, war schon nach fünf Minuten an Bord. Jetzt bemühten sich unsere beiden Spanier sichtlich, es mir gleichzutun. Sie legten weitere Schnüre aus und konzentrierten sich auf ihre Köder.
No chance! Petrus war wohl heute nur mir wohlgesonnen. Eine Stunde war seit dem letzten Biss vergangen und ich merkte nun doch die sengende Sonne. Es war jetzt 13 Uhr mittags. Der Wind hatte etwas nachgelassen und meine Konzentration war einer gewissen Müdigkeit gewichen. Es war doch sehr anstrengend. Mir taten die Schultern und die Unterarme weh. Plötzlich schoss meine Schnur,
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”