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Hochzeitsreise mit Hammerhai
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unappetitliche Version der Seekrankheit. Um das zu verstehen, brauchte ich kein Spanisch zu können. Die nächsten zwei Wochen hatten wir im Übrigen im Hotel das Gefühl, nicht nur Touristen zu sein, sondern Freunde. Es grüßten die Gärtner, die Köche und die Kellner und wir merkten Fuerteventura fängt erst außerhalb des Hotelkomplexes an. Es war wohl nicht üblich, einen Kontakt zu Einheimischen zu haben.
Am Abend machten wir uns landfein und wurden um sechs Uhr von Renato abgeholt. Wir merkten schnell, welche Ehre es war, zu diesem Anlass eingeladen worden zu sein. Die ganze Familie empfing uns sehr herzlich. Zum großen Glück waren wir nicht die einzigen Europäer. Ein Schweizer, der sich auf Fuerte niedergelassen hatte, war ein Freund der Familie und sprach zum großen Glück fließend Spanisch. Allgemeines Schulterklopfen setzte wieder ein und der Fang des gestrigen Tages wurde mit Rotwein begossen. In der Küche lag eine Menge größerer Meeresschnecken. Bianca staunte über die schönen Gehäuse, deren Formen und Farben mich später zu einem begeisterten Sammler werden lassen sollten.
Sie nahm eines der größeren Exemplare in die Hand. Der große muskulöse Fuß der Schnecke hing fünf Zentimeter heraus. Plötzlich sprang Renato aus dem Wohnzimmer in die Küche und schlug ihr die Schnecke aus der Hand. Entgeistert wollte ich dazutreten, doch der Schweizer bremste mich. Er nahm erklärend eine der großen Schnecken vom Tisch und griff nach einem Löffel. "Die Viecher sind gefährlich, wenn man nicht aufpasst!" sagte er und hielt den Löffelstiel an den Muskelfuß der Schnecke. Mit einem metallischen Knall zog diese ihren Fuß ein und die Verschlussplatte zog sich in das Gehäuse. Mit Schrecken malte ich mir die Folgen aus, wenn es kein Löffelstiel sondern Biancas Finger gewesen wäre.
Das Essen war großartig. Ich vergleiche nie wieder Thunfisch aus der Dose mit frisch gefangenem Yellowfin, der eher wie ein feines Filetsteak schmeckt. Das Fleisch, im Übrigen ohne jeden Fischgeschmack, zergeht auf der Zunge.
Die Nachspeise, irgend etwas feines, süßes, nie vorher gegessenes, faszinierte mich am meisten.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”