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Hochzeitsreise mit Hammerhai
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Ich lobte die Köchin, soweit es mir mit Worten und Zeichen möglich war und fragte unseren Schweizer, was auf Spanisch: "Kann ich noch etwas von dieser leckeren Nachspeise bekommen?" heißt. Er übersetzte leise, ich wiederholte mehrfach in Gedanken und wiederholte dann selbstbewusst und laut das soeben gelernte.
Etwas musste in der Betonung verkehrt gewesen sein. Erst war einen Augenblick Totenstille, dann setzte ein gewaltiges Gelächter ein. Niemand war in der Lage, mir zu beantworten, was an meinem Satz so lächerlich gewesen ist. Etwas ratlos schaute ich in die Runde.
Schließlich wurde mir der Fehler erklärt. Ich hatte ganz ernst gefragt, bei welcher Gelegenheit der örtliche Priester seine Eier verloren hat. Wie peinlich, aber mir wurde verziehen. Die Gitarren wurden herausgeholt und wir tanzten mit den einheimischen Familien noch bis in die frühen Morgenstunden. Dieses dörfliche Ereignis musste sich schnell im Hotel herumgesprochen haben, den der Koch fragte mich beim Frühstück, ob ich verlorene Eier haben möchte.
Er grinste von Ohr zu Ohr und die Bedienung kicherte haltlos.
Am nächsten Abend, wir verbrachten den Tag mit neuen Ausweichtechniken vor aufdringlichen Animateuren am Pool, wurde den Hotelgästen mitgeteilt, dass ein Scirocco, ein Wüstensturm aus Afrika im Anzug war. Viel roten Sand sollte er mitbringen. Der Flugverkehr sollte eingestellt werden. Wir gingen etwas irritiert in unser Zimmer und überlegten, wie wir uns verhalten sollten.
"Wo ist eigentlich deine Uhr?" fragte Bianca und zeigte auf mein Handgelenk. Ich meinte, sie am Pool gelassen zu haben und lief noch einmal hinunter. Keine Uhr mehr da! Ich fragte die Touristen, die unserem Platz am Nächsten lagen. Sie meinten, zwei Spanier hätten gerade den Poolbereich aufgeräumt und auch dort gereinigt und gefegt, wo wir unsere Liegen hatten. Pech gehabt dachte ich, das passiert dir nicht wieder. Enttäuscht ging ich nach oben und sagte Bianca, dass meine Uhr wohl jetzt einen neuen Besitzer hätte. Am nächsten Morgen war das Hotel dann verriegelt und verrammelt. Sogar die Ritzen in den Terrassentüren wurden gegen Sand ausgestopft. Tische, Stühle und Liegen wurden vom Pool entfernt. Der ganze Pool wurde abgedeckt und alle Gäste angewiesen, keine Fenster am Abend geöffnet zu lassen.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”