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Papayas, Palmen und Papageien
Seite 17
Viel Hoffnung hatten wir nicht, damit sehr weit zu kommen. Der Fahrer stieg aus und mit einem breiten Grinsen sagte er: "100 Dollars for all of you!"
Ich bezweifelte, dass das gesamte Fahrzeug inklusive Tankinhalt mehr Wert war als 30 Dollar. Mit der zwingenden Notwendigkeit, unser Auto wieder sehen zu wollen, gab ich mein okay. "Hey, bist du wahnsinnig?" rief Andreas. "Das ist viel zu teuer. Lass uns erst um den Preis handeln!"
Nach zwei vergeblichen Versuchen gab ich dieses Vorhaben schnell auf, obwohl Andreas zur Verhandlungstaktik riet. Ich sah nur 100 Dollar, geteilt durch vier Paare und die Möglichkeit, noch an diesem Abend unser Hotel zu erreichen. Mit einem verkniffenen Lächeln gab ich dem Fahrer das Geld. Knatternd setzte sich unser Fahrzeug in Bewegung. Wir wurden mächtig durchgeschüttelt und es wurde jetzt auch dunkel. An der ersten Tankstelle hielt der Wagen wieder. Man sah unseren Fahrer mit dem Besitzer der Tankstelle feilschen. Fünf Minuten später wussten wir warum. Er hatte sich soeben vier neue, sehr gebrauchte Reifen gekauft und schon wurden diese montiert. Als wir die alten Reifen näher unter die Lupe nahmen, war nicht einmal die Andeutung eines Profils mehr zu erkennen. Unser Uwe bemerkte voller Sachverstand: "Es handelt sich hier wohl um Slicks." (Die Reifen für Auto-Rennen ohne Profil).
Es ging relativ schnell weiter und nach einer Stunde Fahrt hielt der Wagen an einer Bar oder Kneipe mitten im Busch. Er bat mich, mit hinein zu kommen, weil er mich einigen Freunden vorstellen wollte. Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend verließ ich die Sicherheit der Gruppe und folgte ihm in die Buschbar. Ein völlig verqualmter Raum mit einem Tresen und einigen Tischen erinnerte mich an diverse Gangster- und Piratenfilme. Zwanzig Augenpaare folgten jedem meiner Schritte. Am Tresen angekommen, bat er mich, zwei Bier zu bestellen. "That´s Heino!" rief er in die Runde. "A friend from Germany!" Man rottete sich um mich zusammen und einer fragte mich: "Hey man, do you know Willie?"
Er sprach den Namen Willie und ich verstand zuerst nur Bahnhof. Nach zwei weiteren Versuchen war mir klar, was er wollte.
Ich verneinte entschuldigend und er erwiderte, dass ich ihn ja eigentlich kennen müsste, weil Willie sei
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”