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Hier gibt´s keine Schlangen!?
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Ich nahm meine Videokamera und den Fotoapparat und ging erst einmal an den Strand. Naturbelassen sollte er sein, breit und schneeweiß. Die Vorfreude auf dieses Erlebnis währte nicht lange. Nach den ersten zehn Schritten fand ich mich von ungefähr zwanzig Einheimischen umringt, die mir geschnitzte Figuren, Korallen, Schneckengehäuse, Aschenbecher aus Speckstein und Edelsteine verkaufen wollten. Von allen Seiten wurde auf mich eingeredet und mir verschlug es die Sprache. (Das passiert mir relativ selten!) Nach einigen Sekunden hatte ich mich wieder gefangen und stellte die ersten Gegenfragen. (Preis, Qualität, Herkunft etc.) Ein großer Fehler, denn jetzt steigerte sich die Flut der Verkaufsgespräche zu einem Stakkato. Erst mein: "Sorry, I´ve no money with me." ließ die Händler von mir Abstand nehmen. Jetzt waren sie weniger an meinem Geld interessiert, als an meiner Person.
Sie fragten mich, wo ich herkomme und was ich beruflich mache. Die Aussage, ich stelle Zähne her (Zahntechniker) beeindruckte doch gewaltig, denn der dringende Handlungsbedarf in den kenianischen Mündern war deutlich zu erkennen. Es wurde mir schnell deutlich, dass mein sehr weißes Äußeres, als frisch Angereister mit entscheidend war, für die Menschentraube die sich um mich gebildet hatte. Die fehlende Erfahrung mit den Strandhändlern war mir sehr deutlich anzusehen. Ich war erstaunt darüber, dass hier am Strand jeder Englisch sprechen konnte, doch diese Kenntnisse waren aus der Not geboren. Wie sollte sonst ein Verkaufsgespräch mit den Touristen geführt werden. Ich bemerkte jetzt, wie jeder Tourist, der sich von der Anlage dem Strand näherte, von den Händlern attackiert wurde. Nur die gut gebräunten Touristen wurden in Ruhe gelassen. Sie hatten die Erfahrungen, sich die Händler vom Leib zu halten. Also meine Empfehlung: Vor einem Keniaurlaub fünf mal in das Solarium... .
Überall am Strand, unter Palmen und Steingruppen waren hölzerne Elefanten, Ledergürtel und weitere Verkaufsstände aufgebaut. Das Wasser zu erreichen war für alle Touristen wie Spießrutenlaufen. Auch hier bemerkten wir schnell, dass die Händler bei den bereits gut gebräunten Touristen, eine gewisse Erfahrung im Verhandeln und beim Verscheuchen voraussetzten und sich eher auf die Bleichgesichter konzentrierten.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”