Das Essen im hoteleigenen Restaurant war ausgezeichnet nur die Affen, die eifrig bemüht waren, den
Gästen ihr Obst vorzuenthalten, nervten etwas.
In den ersten Tagen hatten wir eine Begegnung mit einer Gruppe Deutscher, die sich bis zum heutigen
Tag in unser Gedächtnis eingebrannt hat und uns immer wieder daran erinnern wird, dass wir nur Gäste
in einem fremden Land sind. Es handelte sich um einen Kegelclub aus dem Ruhrpott. Die Frauen hatten
nichts anderes im Kopf, als bestimmte Körperteile der Farbigen. Bei den Männern war es nicht viel
anders, nur dass diese ihre Träume mit den reichlich vorhandenen Prostituierten auch auslebten.
Der Gedanke an Aids, oder andere schnuckelige Urlaubsmitbringsel schien sie nicht weiter zu irritieren.
Uns war es teilweise mehr als peinlich abends an der Bar mitzu-verfolgen, wie mit den Kellnern
umgegangen wurde.
Wir wurden bedingt durch unser relativ fließendes Englisch selten für Deutsche gehalten.
Vier volltrunkene Frauen aus dieser Gruppe attackierten verbal einen Ober in übelster Art und Weise.
Bianca und ich griffen ein und nahmen ihn in Schutz. Nachdem sich die Gruppe dank des im Überfluss
genossenen Alkohols verabschieden musste, entschuldigten wir uns für das Verhalten unserer Landsleute.
Er hatte aber keine Vorurteile und meinte lachend, er kennt auch die Netten.
Leider erlebten wir Vorurteile in größerem Stil nur im eigenen Land. Wir haben es bis heute noch in
keinem Land erlebt, dass ein ganzes Volk durch die schlechten Eigenschaften einiger Menschen in eine
Schublade gesteckt wurde. Im Gegenteil, wir waren oft verblüfft, wie offen die Einwohner uns Fremden
entgegentraten, um ihr Land und ihre Kultur uns gegenüber zu repräsentieren.
Wir bemühen uns seit dieser Reise nach Kenia, außer unseren Fußspuren im Sand nichts Negatives
zu hinterlassen. Leider werden mit jedem Touristen, der ferne Länder und entlegene Plätze bereist,
durch dessen Produktion an Müll und Fäkalien und durch das mitgebrachte Geld, Stückchen für Stückchen
die letzten Paradiese dieser Welt zerstört, auch durch uns.
Auch wir konnten an dem Beispiel der Insel Boracay in den Philippinen später hautnah miterleben, dass
in nur sechs Jahren eine paradiesische Insel zubetoniert wurde. Golfplätze wurden angelegt und durch
die mitgebrachten Dollars war das Leben für die freundlichen Bewohner kaum noch zu
