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Hier gibt´s keine Schlangen!?
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finanzieren. 1989 war das Wasser dort noch überall trinkbar. Keine Straßen und kein elektrischer Strom zeugten von unserer Pseudozivilisation. 1996 bedeckten dann schon große Müllhalden weite Teile des Inselinneren und der Geruch von verbranntem Plastikmüll zog über die Traumstrände.
Tausende von Touristen verrichteten ihre Notdurft über Sickergruben und durch den Sandboden strömten Hektoliter besten Düngers in das Meer um die Insel. Die Folge ist eine Überdüngung der Algen. Das türkisfarbene Wasser wurde grün und die Strände mussten täglich von den Algenmassen gereinigt werden. Das Wasser in unserer Dusche stank nach Fäkalien und war schon 1991 nicht einmal mehr zum Zähneputzen geeignet. Durch den gigantischen Konsum an Mineralwasser aus Kunststoffflaschen entstanden große Halden, die wir aber erst 1996 in entlegenen Winkeln der Insel entdeckten.
Die ersten Autos wurden zum Transport der Golftouristen auf die Insel gebracht, die Einwohner versuchten alle irgendwie an den Gästen zu partizipieren. Durch die Freundschaft zu unserer Familie Sualog, mit denen wir uns heute noch schreiben und mailen, erfuhren wir weit mehr über die Tragweite der angerichteten Schäden, als der Normaltourist.
1986 kamen nur einige Rucksacktouristen auf diese Insel, billige Unterkünfte aus Bambus und Holz deckten den Bedarf und einige kleine Restaurants warben um die Gunst der Gäste.
1996 existierten schon drei Fünf-Sterne Hotels. Es war kein Problem, für eine Übernachtung 400 DM auszugeben. Neckermann war auch schon vertreten und die Auswahl an Hotels sorgte schon für die ersten Pleiten. 1986 wurden die Strände Boracays, speziell der White Beach zu den zehn schönsten der Welt gerechnet. Werbung brauchte eigentlich für dieses Traumziel nicht gemacht zu wer-den. 1996 war die Zahl der Touristen, bedingt durch das verseuchte Wasser und die verschmutzten Strände bereits rückläufig. Seit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York ist der Tourismus um 30 % zurückgegangen. Für die Einheimischen eine Katastrophe.
Für uns stellt sich die Frage, wie die Philippinos auf Boracay über die Runden kommen, wenn die Lebenserhaltungskosten weiter so steigen wie heute.
Wir Touristen wechseln einfach unser Ziel, wenn die Natur zerstört ist. Die Menschen, die in und mit
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”