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Hier gibt´s keine Schlangen!?
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Spülung übernahm unser freundlicher Guide.
Die seltsamsten Vogelstimmen waren aus dem Busch zu hören und in den braunen Fluten des Flusses tummelten sich Nilpferde.
Am späten Nachmittag erreichten wir wieder das Buffalo Camp. Auf der Terrasse unter den Wakutidächern der Hütten war schon das Abendessen serviert.
Wir hatten kaum Platz genommen, als eine ca. einen Meter lange dunkle Schlange aus dem Strohdach zwischen die Gäste fiel. Ein mittlerer Tumult war die Folge. Eine schwarze Mamba, deren Biss durchaus in wenigen Minuten zum Tod führen kann, hatte sich entschieden, an diesem Tag als Touristenschreck zu fungieren.
Dies war leider auch die letzte Entscheidung in ihrem Schlangendasein. Mit Besen und Knüppeln wurde das Tier in wenigen Sekunden getötet. Eigentlich waren aber wir die Fremdkörper in diesem Paradies. Mein Hinweis an Bianca, den Wakutidächern nie zu trauen, da diese fast immer Bewohner haben, war also nicht ganz unberechtigt. Dieser kleine Actionthriller hat mein Verhältnis zu Schlangen deutlich verändert. Fast immer wenn Menschen auf Schlangen stoßen, werden diese vom Menschen getötet. Der umgekehrte Fall ist sehr selten geworden.
Der Flug zurück nach Mombasa war gefüllt mit Erinnerungen an unsere erste Safari, an Momente, in denen wir Menschen als Störenfriede wirken. Die Natur ist bestimmend und ein einzelner Europäer hat kaum eine Chance, hier eine längere Zeit zu überleben. Vor allem wir, mit dem sehr verweichlichten Organismus würden uns bestimmt mit dem ersten Tropfen Wasser aus einem der Wasserlöcher eine tödliche Infektion einfangen, mal abgesehen von Malaria, Gelbfieber oder ähnlichen Tropenkrankheiten.
Die Massai begegnen dem Touristen als sehr stolzes Volk. Sie sind hochgewachsen und schlank und haben eine deutlich kriegerische Ausstrahlung. In letzter Zeit ist es häufig zu Übergriffen auf Touristenbusse gekommen und auch Wilderer haben gern einmal einen Touristenbus beschossen. Erst eine Woche vor unserer Ankunft 1987, ist dabei ein deutscher Tourist ums Leben gekommen. Die Kriminalität ist auch durch die Armut und die verfehlte Politik sehr stark angestiegen.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”