Impressum     Copyright / Disclaimer
Swimmingpool nur für Superreiche
Seite 39
·ANGELN· nicht viel zutraute. Er gab uns ein paar Fischstücke, Sardinen und Krabben als Köder für die nächtliche Angeltour.
Gegen 20 Uhr, nach dem Abendbrot verabschiedeten wir uns von unseren Ehefrauen und ankerten etwa 100 Meter vom Hotelstrand entfernt. Der Koch und der Manager kamen an den Steg und riefen uns zu, dass wir viel zu dicht am Hotel angeln würden, dort gibt es keine Fische mehr. Die Touristen machen zuviel Lärm beim Baden. Während sie noch lamentierten fing Axel den ersten Barrakuda. Es folgten zwei große "Red Snapper" und ein weiterer sehr großer Barrakuda.
Ich fing noch eine Art Muräne, die wir aber schnell vom Haken befreiten. Dieses Tier mussten wir wirklich in der Dunkelheit nicht im Boot haben. Ein kleinerer Hai ging mir an den Haken und ich entließ ihn wider in die Freiheit.
Axel hatte plötzlich ein wirkliches Urviech an seiner Angel. Die Angelschnur raste von der Spule. Er hatte nicht die kleinste Chance den Fisch zu bremsen. Wir sahen mehrfach eine große dreieckige Rückenflosse. Ein Hai von circa zwei Meter Länge. Die erste große Flucht ließ die Spitze der Rute brechen und die Schnur zerriss mit einem Knall. Glück für den Hai und ein sehr enttäuschter Axel. Sein Kommentar eine Sekunde nach dem Rutenbruch: "Das war der Biss meines Lebens!"
 
Das Meeresleuchten in dieser Nacht war unglaublich intensiv. Jede Welle hinterließ eine Leuchtspur und jeder noch so kleine Fisch verriet sich durch seine Bewegung. Wir leerten ein paar Flaschen Bier, genossen den Sternenhimmel und unser Angelglück und legten um 11.30 Uhr wieder am Steg des Hotels an. Unsere Strecke an gefangenem Fisch wurde am Strand aufgereiht. Ein paar Fotos von den Trophäen mussten dann auch noch sein. Der Koch und unser Manager waren noch wach und hatten die Aktion vom Strand aus beobachtet. Als sie jetzt die Fische sahen, kam doch das merkwürdige Gefühl auf, dass diese Tiere an diesem Strand durch die zähnstarrenden Mäuler ein wenig geschäftsschädigend wirken könnten. Der Manager bat uns, doch die Fische gleich in die Küche zu bringen. Als Gegenleistung würde der Koch sie noch ausnehmen und küchenfertig machen. Wenn wir nicht so viel über Haie erzählen, die nachts durch dass Außenriff in das Flachwasser vor dem Hotel kommen, würde
Teil-2    23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  Ende
Symbol-vorwärts
Symbol-zurück

Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
Home
Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”