wussten wir sofort, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten. Palmengesäumte, blendendweiße Strände,
hügeliges, dicht bewachsenes Inselinneres, Wasser in allen Blau- und Türkisschattierungen. Der Begriff
Trauminsel nahm für uns Konturen an.
Die Überfahrt war ziemlich nass. Wir haben beim Besteigen des Auslegerbootes die Schuhe ausgezogen.
Während des gesamten Urlaubs haben wir sie dann fast nicht mehr anziehen brauchen. Eine Wohltat für
deutsche Füße!
Als das Auslegerboot am White Beach anlegte, dem touristischen Zentrum der Insel, fragten wir uns, wo
denn die Touristen sind. So weit das Auge reichte, traumhafter Strand, aber kaum Menschen. Wir ließen
unser Gepäck von zwei freundlichen Philippinos in unser Cottage bringen. Lilo-Place war ihnen gleich
ein Begriff. "Die deutsche Lady", sagte der eine. "Ein schöner Platz auf der Insel." Wir erreichten nach
zehn Minuten Fußmarsch den Eingang des Grundstückes mit einem kleinen Zaun aus Bambus. Ein wunderschöner,
kleiner, tropischer Garten umgab die beiden Bungalows. Es empfing uns eine junge, hochschwangere
Philippina mit einem schüchternen Lächeln. Sie stellte sich uns als Nhening Sualog vor.
Ihr zweites Kind, der kleine Thalmar, sollte noch während dieser Reise geboren werden.
Alles in der Hütte war aus Bambus im landestypischen Stil gebaut. Eine kleine überdachte Terrasse
vor dem Häuschen und meine Solaranlage auf dem Dach. Das Tollste an der Sache: Sie funktionierte
tatsächlich. Die Räume waren sehr sauber und eine kleine Dusche und ein WC mit fließendem Wasser
bildeten ein Badezimmer. Es war gefliest und mit liebevollen Details aus Muscheln und einheimischem
Kunsthandwerk verziert. Ein Spiegel war da, ein Schrank und ein Moskitonetz über dem bequemen Bett.
Herrlich, hier konnte man die Seele baumeln lassen. Wir duschten, zogen uns um und setzten uns erst
einmal auf unsere Terrasse. Anke und Jörg kamen dazu und wir genossen in vollen Zügen das tropische
Ambiente. Ein kleines Mädchen näherte sich sehr scheu unserem Bungalow und wir ermunterten sie,
zu uns zu kommen. Wir hatten beide eine Menge Tagalog, die Sprache der Philippinos, gelernt und
so konnten wir "Hallo" sagen und sie fragen wie sie heißt. Wir haben uns beide spontan in die
Kleine verliebt und bis zum heutigen Tage halten wir den Kontakt zu unserer
