Tatsachen. Bei einem "Banana-Mokka" und einem "Tuna-Cheese-Tomato Sandwich" ließen wir uns etwas von
dem "Philippine-Way Of Life" erzählen. Die Kinder von Abram, April, Avenjha und Anja kamen auch dazu
und wurden schnell warm mit uns. Die Rufe nach Heino oder Bianca wurden mit jeder neuen Reise häufiger.
Lolong war mit seinem Moped der Taxifahrer der Insel und brachte Touristen zum Strand oder Lieferungen
zu den Restaurants. Es war traumhaft, abends ohne Lärm oder irgendwelchen gesellschaftlichen
Verpflichtungen gemütlich vor dem Bungalow oder in einem der kleinen Restaurants mit Sandboden zu
sitzen und einfach nur zu relaxen. Jeden Abend brachte uns die kleine Jing-Jing eine große brennende
Petroleumlampe. Einige Generatoren aus umliegenden Ressorts oder Restaurants hatten Schwierigkeiten
mit ihren Geräuschen gegen das Singen von Tausenden von Zikaden und anderen Insekten anzukommen.
Glühwürmchen schwebten von Palme zu Palme und große Flughunde suchten nach Obst.
Das Tauchen auf Boracay war eher enttäuschend, weil die Boote durch ihre Anker die meisten Korallen
bereits zerstört hatten. Das was übrig war, hatten Dynamitfischer zerstört. Mein Tauchpartner Victor,
ein Philippino aus Palawan, mit dem ich mich hervorragend verstehe und jedes Mal wieder mit ihm getaucht
habe, begeisterte mich für einige sehr ursprüngliche Tauchgebiete am Riff vor der Insel Panay, fünf
Kilometer von Boracay entfernt.
So fuhren wir mit sechs Tauchflaschen der kompletten Ausrüstung, einigen Sandwichs, reichlich San Miguel
Bier und freudiger Erwartung am nächsten Morgen los. Unterwegs berichtete er mir von einigen großen
Höhlen, die er auf 30 Meter Tiefe an einem Drop-Off entdeckt hatte, über riesige Langusten und
Zackenbarsche die dort zu sehen sind.
Wir ankerten vor einem menschenleeren Strand und brachten unsere Ausrüstung an das Ufer. Der erste
Tauchgang vom Strand aus ging schnurstracks auf 20 Meter Tiefe an die Riffkante. Am Steilabfall ging es
dann unter Begleitung von zwei neugierigen Fledermausfischen auf 30 Meter abwärts. Am, mit farbenprächtigen
Weichkorallen bewachsenen Riff, suchten meterlange Hundszahnthunfische nach Beute.
Ein großer Schwarm Barracudas stand bewegungslos über uns. Die erste kleine Höhle hatte schon
