Schneckenhäuser im Sand zu
finden gibt. Eben jene Puca-Schnecke. Heute kann man die kleinen Kunstwerke in meiner Muschelsammlung
bewundern. Ich habe mittlerweile über 600 Sorten Sand aus den unterschiedlichsten Gebieten der Welt.
Erst nur von uns zusammengetragen. Dann auch von Freunden, Bekannten oder Kunden. Es ist beeindruckend,
dass keine zwei Sandsorten mit der gleichen Körnung oder Farbe existieren.
Ein Fischer, deren Boote gern als Wassertaxis von den Touristen genutzt werden, fuhr uns zurück zum
White-Beach. Wir genossen den Anblick der einsamen Buchten und Strände, die an uns vorbeizogen. Abends
entschlossen wir uns ein Boot für einen ganzen Tag zu mieten, dass uns zu den Semirara-Inseln bringen
sollte.
Eine Inselgruppe am Horizont, gerade noch zu erkennen und in drei Stunden erreichbar. Abram sagte uns,
dass diese Inseln noch völlig ursprünglich sind und kaum ein Tourist sie je ansteuern würde.
Es war kein Problem, ein größeres Auslegerboot mit Besatzung für 30 DM pro Tag zu chartern. Im Vertrauen
auf die Fähigkeiten der Besatzung und die starke Maschine ging es am nächsten Morgen schon um sieben Uhr
los. Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass wir den sogenannten Mindoro-Channel passieren mussten,
ein Gebiet mit 4000 Meter tiefem Wasser. Wir hatten gut sechs Windstärken und das Auslegerboot surfte
auf den riesigen Brechern. Uns war ganz schon mulmig zumute, denn wir hatten jetzt auch das Gefühl,
dass die Besatzung den Trip nur wegen des Geldes gemacht hatte und die Boote eigentlich gar nicht für
die offene See geeignet sind.
Bianca stotterte plötzlich: "D- D- Da ist ein Fisch, d- d- der ist genau so lang wie das B- B- Boot!!"
Tatsächlich, ein riesiger und völlig harmloser Walhai schwamm direkt neben unserem Boot. Der gefleckte
Rücken war deutlich zu erkennen. Walhaie sind Planktonfresser und kommen in diesen Gewässern noch recht
häufig vor.
Für einige Minuten begleitete er das Boot. Völlig durchnässt und durch den Wind durchgefroren, erreichten
wir Culion Island. Eine Gruppe Kinder wartete bereits am Strand und brachte uns Schneckenhäuser und
Kokosnüsse zur Begrüßung. Wir schnorchelten eine Weile und ließen uns von den Kindern farbenprächtige
Gehäuse der Kaurischnecke schenken, die noch vor 50 Jahren auf einigen
