Es gibt kein Bier auf Tioman
Im Jahre 1990 planten wir eine Reise mit unseren Freunden Axel und Barbara, die auch schon auf Mauritius eine angenehme Reisebegleitung waren.Das Ziel hieß Malaysia. Ralf und Kristina aus Hamburg schlossen sich uns an und ich recherchierte fleißig, welche Ziele dort lohnenswert sind. Wir entschieden uns für die Inseln Langkawi und Tioman. Wir wollten uns neben Kuantan auch Kuala Lumpur, die Hauptstadt ansehen.
Malaysia hatte schon 1990 einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung zu verzeichnen und wir waren gespannt auf diese asiatische Metropole. Ich hatte für uns sechs die Plätze an den Notausstiegen reserviert und mir die Reservierung per Fax bestätigen lassen. Wir flogen mit der Air Malaysia und hatten uns über Land und Leute ordentlich belesen. In Frankfurt angekommen, gingen wir zum Gate, um einzuchecken.
Natürlich waren wir sehr enttäuscht, als man uns sagte, unsere Plätze wären versehentlich an andere Reisende vergeben worden. Wer einmal im Jumbo in den Mittelreihen einen Flug von 12 Stunden hinter sich gebracht hat, der weiß, wie eng die Sitzabstände dort sind, um möglichst viele Passagiere unterzubringen. Wir verhandelten mit dem Personal, um wenigstens noch einen Fensterplatz zu bekommen. Eine nette Stewardess kam dazu und fragte uns freundlich, ob wir denn damit einverstanden wären, wenn wir alternativ in der First Class fliegen dürften.
Ich bemühte mich, mir die Freude nicht anmerken zu lassen und sagte dankend zu. Es war wirklich ein einmaliges Flugerlebnis. Auch das Essen ließ nichts zu wünschen übrig. Ein perfekter Service und die Sitzabstände entsprachen mehr als unserer Vorstellung vom bequemem Fliegen.
Wir hatten uns legere weite Kleidung angezogen, das heißt Jogginghose und T-Shirt und wurden von den Passagieren die neben uns mit Krawatte und Jackett saßen, etwas skeptisch gemustert. Wie können sich diese "Low Budget" Touristen wohl diese Reise leisten?, war ihnen von den Augen abzulesen. Wir genossen aber diese Anreise die im Übrigen "wie im Flug" verging.
Ich würde nie den unverschämt hohen Preis für das bisschen mehr an Luxus bezahlen, auch wenn ich
