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Es gibt kein Bier auf Tioman
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überfüllte Boot eine Erinnerung an die Boat-People, in Vietnam. Auf Tarutao gab es keine Unterkünfte im kultivierten Sinne. Es stand uns nur eine, an den Seiten offene Hütte zur Verfügung, auf deren Sandfußboden einige alte Matratzen lagen. Die Toilette bestand aus einem Gemeinschaftsraum, mit offenen Gruben und einer dreckigen Dusche. Wasserspülung war hier noch ein Fremdwort.
Wir hatten uns zwar eine ursprüngliche Insel vorgestellt, aber das Vorgefundene war uns deutlich zu ursprünglich.
Keiner wollte schlafen gehen, wir stellten uns Spinnen, Schlangen und anderes Getier vor, dass Nachts auf uns herumkriechen würde. So setzten wir uns in die einzige Pinte, bestellten drei Flaschen Mekong-Whisky, ein einheimisches Teufelsgebräu und betäubten unsere Bedenken. Durch diesen Konsum schliefen wir dann doch länger, als wir vorhatten und gingen morgens erst einmal mit Kopfschmerzen an den Strand. Das gleiche trübe Wasser wie auf Langkawi. Wir entschieden uns nach dem Frühstück Reiß auszunehmen.
Der Kellner in dem Restaurant klärte uns auf, dass wir nicht mit dem Auto zurückfahren brauchen. Es fährt auch eine Fähre an den Ort kurz vor der Grenze, nach Malasia. Da die Entfernung wesentlich kürzer war, als der Weg zu Lande, suchten wir gleich den Hafen auf und bezahlten ein paar Baht für die Überfahrt. Unser Gepäck hatten wir schon dabei. Das Boot war winzig, überfüllt und eine Plastikplane war über den gesamten Innenraum gespannt. Durch diese Tatsache hatten wir bis auf einen kleinen Riß in dieser Abdeckung keine Sicht auf das Meer.
Ein völlig vermummter Thai fuhr das Boot und die Abgase stauten sich im Innenraum. 50° C ließ uns das Wasser die Stirn herunter laufen. Wir unterhielten uns gerade angeregt über die große Anzahl von Schmugglern, die laut meines Reiseführers die Grenze unsicher machen, als das Boot plötzlich auf offener See angehalten wurde.
Ein Stimmengewirr wurde hörbar und wir prüften schon, welche Gegenstände man als Waffe nutzen könnte. Ich löste die Plane ein wenig und was ich sah, erstaunte mich nicht schlecht. Wir hatten in einem Dorf angelegt, ohne dass wir es sehen konnten, denn der Riss in der Plane ließ nur den Blick auf die See zu. Beruhigt lehnten wir uns in unserem Schwitzkasten wieder zurück.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”