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Es gibt kein Bier auf Tioman
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Der nächste Stop war dann schon die Zollabfertigung. Mit den Pässen bewaffnet ging ich in das Gebäude und der Beamte konnte sich nicht vorstellen, warum man für einen Tag nach Thailand fährt.
Jetzt hatten wir das Problem der Einreise noch einmal auf der malayischen Seite. Wir mussten ja glaubhaft machen, dass wir auf Langkawi eine Unterkunft hatten und ein Rückreiseticket nach Deutschland. Als dies gelöst war mussten wir noch eine Weile warten, bis wir endlich eine Mitfahrgelegenheit Richtung Langkawi gefunden hatten. Mit der Expressfähre ging es schließlich wieder auf die Insel. Alles in allem ein Paradebeispiel für schlecht vorbereitete Ausflüge in den Tropen. Aber im Nachhinein war es doch ein sehr schönes Abenteuer und wir verbuchten die Angelegenheit unter "neue Erfahrungen für Rucksackreisende". Unsere 10-Tagestour nach Tioman stand an. Wir flogen zurück nach Kuala Lumpur, um dort den Anschluss nach Kuantan zu bekommen. Die Stimmung war durch die reichlichen Misserfolge gedämpft.
Die Stadt Kuantan hatte uns auch nicht viel zu bieten. Das Wasser war an der Ostküste noch schmuddeliger und bei Ebbe musste man 300 Meter laufen, bis man das Ufer erreichte. Bei Flut war die Brandung so stark, dass an Schwimmen überhaupt nicht zu denken war. Nur wir Männer wagten bei den Unterströmungen in das Meer zu gehen. Wir blieben dann auch nur eine Nacht in Kuantan. Die Klimaanlage war so laut, dass nicht an schlafen zu denken war. Zusätzlich war gegenüber des Hotels ein Restaurant, in dem überlaute chinesische Gesänge über große Lautsprecher in den Abendhimmel dröhnten.
Chronischer Schlafmangel machte sich am nächsten Tag bemerkbar. Wir waren sehr gespannt, ob denn wenigstens Tioman unseren Vorstellungen entsprach. Auf dem kleinen Flugplatz stand eine noch kleinere Propellermaschine bereit, die sich durch ihr Alter von allen Flugzeugen abhob, die wir bis heute gesehen hatten. Der Pilot hatte einen riesigen Turban auf und schleppte einen völlig zerschlissenen Koffer.
Barbara sah die Maschine, warf einen Blick auf die Holzsitze und den schäbigen Innenraum und sagte: "Mich kriegt ihr da nicht rein!" Da aber keine Alternative bestand, überredete Axel sie mit dem Argument, dass Propellermaschinen noch am sichersten sind. Im Flieger bekam sie es mit der Angst zu
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”