tun. Sie wollte
wieder aussteigen und bekam einen Weinanfall. Der Pilot bemähte sich rührend um sie, dann startete er die
Motoren und das Dröhnen in der Kabine übertönte alles.
Den Flug erspare ich mir in meiner Schilderung. Es war ein Paradebeispiel für Flugangst. Den Urlaubsfilm
habe ich an dieser Stelle kräftig schneiden müssen.
Als wir dann Tioman erreichten, genossen wir aber doch den Anblick der Korallenriffe und der schönen
Strände. Dichter Regenwald bedeckt die Insel und der Nebel stieg im Bergwald auf. Als die Maschine
ausgerollt war, hatte Barbara ihre ganze Angst vergessen. Sie unterhielt sich angeregt mit dem Piloten
und wir freuten uns schon auf unseren Bungalow am Strand.
Die einzige Fortbewegungsmöglichkeit war ein offener Lastwagen und so wuchteten wir unser Gepäck auf die
Ladefläche. Ich selbst fuhr auf dem Motorrad eines Einheimischen vor, um schon einmal die Cottages zu
sichten. Leider waren diese in einem üblen Zustand. Ich nahm doch lieber Abstand von der Buchung und
fuhr mit dem Motorrad weiter. Wieder ein Vorteil, wenn man die Reise selber organisiert.
Der Malaie schlug eine bessere Anlage vor und tatsächlich, diese Bungalows sahen toll aus, waren nett
eingerichtet und standen direkt am schönen Strand.
Ich sprach mit den Besitzern. Er hatte noch drei Cottages für uns frei. Ich fuhr begeistert zurück, um das
neue Ziel bekannt zu geben. Gemeinsam bezogen wir unsere Hütten. Leider hatte Barbara den schlechtesten
Bungalow gewählt, dunkel und muffig. Dieser lag auch noch im Hintergrund der Anlage, hatte keinen Strom
und lag im Schatten der hohen Palmen. Die Stimmung ging wieder nach unten.
Zum Glück konnten wir zwei Tage später wechseln. Jetzt hatten wir Glück mit der neuen Umgebung. Gleich
beim ersten Schnorcheltrip sahen wir eine große Lederschildkröte und einen Weißspitzenriffhai. Das Wasser
war hier sehr schön klar und die Korallen relativ unbeschädigt. Ein sehr großes Hotel mit Tauchbasis war
eine halbe Stunde entfernt.
Da Axel Geburtstag hatte, buddelten wir den ganzen nächsten Morgen am Strand, um ihm eine große
Geburtstagstorte aus Sand zu schenken. Mit Wunderkerzen und Luftballons, die wir aus Deutschland für
diesen Zweck mitgebracht hatten.
