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Es gibt kein Bier auf Tioman
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wollten. Auf dem Rückweg besuchten wir Axel noch einmal. Er hatte schon einiges gefangen und wollte noch etwas länger bleiben. So ließen wir ihn zurück und setzten uns noch ein wenig in die Bar, um Axels Biervorräte zu reduzieren. Drei Stunden später kam er mit seiner Beute in die Bar und hatte eine Menge zu erzählen.
Ein sehr großer Fisch hatte die Angelschnur reißen lassen und seine batteriebetriebene Leuchtpose, die den Biss des Fisches im Dunkeln anzeigt, schwamm davon. Da er nur diese eine mitgenommen hatte, zog er sich aus und schwamm hinterher. Glücklich über diese Rettungsaktion reparierte er die Angel, befestigte einen neuen Köder am Haken und versuchte sein Glück aufs Neue. Nach fünf Minuten fing er an der gleichen Stelle, an der er kurz vorher im Wasser war, einen Hai. Man muss auch mal Glück haben können!
In der Nacht hörten wir vor dem Bungalow ein Ächzen und Stöhnen. Am nächsten Morgen fragten wir das Personal, um was es sich wohl gehandelt haben könnte. Es war eine Schildkröte, die direkt vor dem Cottage ihre Eier abgelegt hatte. Schade, das wir nicht nachgesehen haben, was dort die Geräusche macht. 1996 konnten wir diese Eiablage auf Borneo live mitverfolgen. Es ist schon sehr sehenswert, diese schwerfälligen Tiere bei ihrer für sie sehr anstrengenden Tätigkeit zu beobachten.
Im Reiseführer war ein Weg durch den Dschungel zur Ostküste Tiomans beschrieben, der über die Hügel im Landesinneren zu einem Wasserfall führte. Wir wollten vom Dorf an der Ostküste dann mit einem Boot um die Insel zurück fahren. Mit der Erinnerung an die Odyssee auf Saint Lucia nahmen wir diesmal ausreichend Wasser mit und einiges an Obst und Verpflegung. Barbara wollte lieber am Strand bleiben. So starteten wir am frühen Morgen.
Die Geräusche im Urwald waren beeindruckend, wir waren schon nach einer Stunde völlig durchgeschwitzt und es ging teilweise steil bergauf. 40º C und 90 % Luftfeuchtigkeit ließ den Vorrat an Wasser schnell verschwinden. Wir entdeckten auf halben Weg einen riesigen Baum mit breiten Pfahlwurzeln. An die dreißig Meter hoch und mit Lianen behängt. Jeder wollte einmal Tarzan spielen und wir schwangen uns von Liane zu Liane. Einen kleinen Film haben wir noch gedreht, mit Axel als Herr des Dschungels und freiem Oberkörper.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”