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Der bittere Zucker von Negros
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beschlossen eine Woche zusammen mit Abram, Feli, Axel und Barbara nach Negros zu reisen. Abram lieh uns sein Auto (vor zwei Jahren hatte er noch nicht einmal Strom im Haus...) und gab uns den Schlüssel. Wir sollten am nächsten Morgen um sieben von Nathan, einem seiner Brüder mit dem Boot abgeholt und zum Auto nach Caticlan im Norden Panays gebracht werden.
Als wir das "Auto" das erste Mal sahen, war uns nur kurz nach Lachen zumute. Einer der tragenden Holme war ganz durchgebrochen. Die Scheinwerfer waren nur noch verrostete Tarnung, eine Seitenscheibe fehlte und die Reifen hatten kein Profil mehr. Das Alter von 20 Jahren war ihm anzusehen. Wir fuhren trotzdem los und machten erst einmal Halt in Kalibo, um etwas zu trinken und etwas zu Essen für die Reise einzukaufen.
Die fünfstündige Tour über holprige Pisten, an Reisfeldern vorbei und durch die Reste vom Regenwald, war sehr strapaziös. Durchgeschüttelt und eingestaubt, denn der Wagen hatte keine Air-Con, erreichten wir Mittags Iloilo. Im Reiseführer von Jens Peters war die Princess of Negros als Fähre beschrieben. So suchten wir im Hafen nach dem Anleger. Ein uralter Kahn, völlig verrostet, lag an der Pier und hatte mächtig Schlagseite. Der Name: "Princess of Negros".
Entgeistert schauten wir uns den alten, vergammelten Seelenverkäufer an, als uns zwei Einheimische ansprachen. Beide berichteten uns von einem neuen Tragflächenboot, das eine Mole weiter auch Richtung Negros fährt, nur etwas komfortabler. Axel hatte schon arge Bedenken angemeldet. Nichts wie hin. Wir bekamen noch Karten und hatten noch nie auf einem Boot mit 2000 PS auf dem Oberdeck den Fahrtwind genossen. Die Fahrt dauerte keine sechs Stunden, wie geplant, sondern nur zwei. Ein Taxi brachte uns dann zu dem Haus von Mel.
Eine zwei Meter hohe Mauer umgab das Grundstück. Über der Mauer war zusätzlich noch Stacheldraht angebracht und ein Polizist mit Pump-Gun patrouillierte vor dem Eingang. Wir gingen an einem großen Pool vorbei und vor der Doppelgarage stand ein deutscher Mercedes. Mel´s ganzer Stolz. Auch in seinem Haus auf Negros wimmelte es vor Personal. Er hatte einen japanischen Tisch in seinem Esszimmer, auf dem das Essen zubereitet wurde. Die Metallplatte der Tischauflage war von unten elektrisch beheizt und es wurde ohne Fett gegart. Es gab Prawns, (große Garnelen) und Fisch,
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”