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Der bittere Zucker von Negros
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sowie kleine Filets und Gemüse. Alles wurde auf japanische Weise zubereitet und angerichtet. Für uns alle ein tolles Erlebnis. Wir sprachen noch lange über Deutschland und die Philippinen. Mel brachte uns früh am nächsten Morgen in seinem schweren Jeep, mit getönten Scheiben, zum Hotel.
Die Hauptstadt war sehr schmutzig. Die Slums reichten schon fast bis in das Geschäftszentrum. Ein grauer Betonklotz sollte unser Hotel sein. Eigentlich war es nur an den drei bewaffneten Wachen zu erkennen, die gelangweilt vor dem Eingang standen. Als wir das Hotel betraten, war der Kontrast zwischen innen und außen kaum zu überbieten. Marmor und edle Hölzer, grün bewachsene Wandelgänge und ein vor Reichtum strotzendes Foyer. Von außen absolut nichtssagend. Wir sind heute sicher, dass dies bewusst gesteuert war, um nicht so viele Kriminelle anzulocken. Barbara und Bianca waren erst einmal in ihren noblen Badezimmern verschwunden und Axel und ich beobachteten Mel dabei, wie er mit dem Manager über unseren Zimmerpreis verhandelte. Abram und Feli hatten Zimmer in dieser Art nur in Zeitschriften gesehen und staunten über jedes neue Detail. Morgens um acht wurden wir von Pinky, einer Bekannten von Mel abgeholt. Es ging Richtung Victoria. Wir wollten uns alte Dampfloks ansehen, die in der alten Zuckerfabrik immer noch die Zuckerrohrernte einfahren.
Es roch schon von weitem nach Zuckermelasse und der Rauch aus der Fabrik war weithin sichtbar. Schon am Eingang zum Fabrikgelände stand eines von diesen eisernen Ungetümen. Ich wollte eigentlich ein Foto von Axel auf der Lok machen aber plötzlich hörten wir den Ruf KODAK und eine Horde Kinder war auf dem Bild. Es war beeindruckend wie diese, zum Teil 80 Jahre alten Dampfmaschinen hier noch im vollen Arbeitseinsatz sind.
Über allem sah man täglich die beiden Kegel des Kanlaon-Vulkans. 2500 Meter hoch lag die Krateröffnung. Bei dem letzten großen Ausbruch 1969 wurden riesige Gesteinsbrocken fast vier Kilometer durch die Luft geschleudert.
Zum Mittagessen entführte uns Mel in ein kleines Restaurant nach Victoria. Während wir auf unser Essen warteten, brachte der Kellner eine große Schüssel Chips mit unterschiedlichen Saucen. Doch bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass wir vor uns keine Chips, sondern in heißem Fett knusprig geröstete Minikrebse hatten.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”