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Der bittere Zucker von Negros
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Nach ersten vorsichtigen Versuchen leerten wir die ganze Schale. Leicht salzig, knusprig und scharf. Ein neues Geschmackserlebnis. Wir besichtigten mit Mel noch eine der ganz alten Zuckerfabriken. Riesige Zahnräder drehten sich noch, verklebt und uralt. Der Transport und die Verarbeitung hatten sich in 100 Jahren nicht verändert. Leider war es nicht möglich, mit einer alten Lok über die Felder zu fahren oder in das Inselinnere.
Mel verwöhnte uns am Abend wieder mit original philippinischer Küche. Wir beobachteten fasziniert, fast den ganzen Abend, ein großes Hochspannungsgitter an seiner Terrasse, dass der Mückenvernichtung dienen sollte. Es explodierten in der hochgespannten Ladung tausende von geflügelten Tieren. Manchmal sah es aus wie ein maka- bres Feuerwerk aus kleinen Insektenkörpern.
Ein Freund Mels, der im Gouvernment der Insel tätig war und Mels Familie hatten für den nächsten Tag einen Ausflug in ihr Farmhaus am Fuße des Vulkans geplant. Wir wurden gewarnt, dass in den Wäldern am Kanlaon Guerillas der "New-Peoples-Army" leben. Wir mussten bis Sonnenuntergang aus Sicherheitsgründen wieder zurück im Hotel sein.
Am Farmhaus angekommen, wurde ich stark an die Plantagenhäuser der Südstaatler in Amerika erinnert. Große weiße Säulen schmückten den Eingang und ein Swimmingpool aus Natursteinen war traumhaft in einem tropischen Garten eingebettet. Das Gebäude erinnerte aber nur noch an den Glanz vergangener Zeiten. Überall bröselte der Putz und im Dach klafften große Löcher, die an Taifune der letzten Jahre erinnerten. Mel hatte einen Teil des Personals mitgenommen und servierte uns zwischen den Säulen ein, auf Bananenblättern angerichtetes Menü. Es gab Huhn, Lobster, Tigerprawns und viele andere Leckereien, bei denen wir zum Teil fragen mussten, um was es sich handelt.
Nach der Erfahrung mit dem Hundefleisch fragten wir diesmal lieber nicht vor oder nach dem Genuss. Mel musste die Plantage durch die Armut der Bevölkerung aufgeben. Die Zuckerpreise verfielen weltweit und die Guerillas zwangen ihn zum Rückzug in die Hauptstadt.
Wir stöberten noch eine Weile im verfallenen Haus herum, dachten an alte "Sugar-Cane
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”