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Der bittere Zucker von Negros
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Plantagenbesitzerzeiten" und schwammen zum Abschluss noch eine Runde im Natursteinpool. Als einige der Bediensteten anfingen, Mel und seiner Frau mit Palmenwedeln Luft zuzufächern, hatten wir vier Europäer wieder genug von vergangenem Reichtum. Axel schlachtete noch zwei Kokosnüsse für unterwegs und als unser Picknick und das Serviceteam verladen waren, verließen wir das geschichtsträchtige Gebiet, bevor wir in das Interesse der Guerillas geraten konnten.
Abends im Hotel konnten wir dann als kleine Abwechslung in den Nachrichten einen Beitrag sehen, dessen Inhalt sich am selben Tag auf Negros abgespielt hatte. Wir sahen die auf Pfählen in den Sumpf gebauten Elendsviertel und man sah zwei Leichen im Wasser treiben.
Wir ahnten, wie wenig ein Leben hier wert war. Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Negros. Mel zeigt uns noch seine eigentliche Einkommensquelle. Er züchtet seit acht Jahren Prawns, größe Garnelen, die er nach Europa und nach Japan exportiert. Er hat für diesen Zweck große, belüftete Salzwasserseen in seinen ehemaligen Zuckerrohrfeldern angelegt und ließ einen Angestellten vorführen, wie man mit einem Wurfnetz umgeht. Der Inhalt von einem dieser Netze wurde dann noch schnell gegrillt und sofort verspeist.
Eine Woche später war das Osterfest. Mel wollte die Tage auf Boracay verbringen. So verabredeten wir noch ein Wiedersehen und fuhren Mittags zurück nach Iloilo. Unser Wagen stand immer noch an seinem Platz.
Da Abram mit Mel und seiner Familie zurückfahren wollte, starteten wir gleich, um noch bei Tageslicht auf Boracay anzukommen. Die Fahrt mit dem Auto dauerte nur zehn Minuten. Der Grund: Unser Wagen ist auf einer Bodenwelle ganz durchgebrochen! Nur die Bodenbleche und das Dach hielten die Karosserie noch zusammen. Wir nahmen unser Gepäck, stiegen aus, ließen den Wagen am Straßenrand stehen und nahmen einen Bus nach Caticlan. Es war natürlich wieder einer von den Jeepneys, leider ohne Fenster und Türen.
Da wir alle schon nach den ersten zehn Kilometern braun waren, durch den Staub der Piste, machte ich
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”