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Mrs. Lewis bittet zu Tisch
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Tauchschule mit dem ich von Deutschland aus korrespondiert hatte, seit Jahren mit ihr befreundet war.
Mrs. Lewis war die ehemalige Besitzerin des "Blue Crab" Restaurants, das durch seine hervorragende Küche früher in jedem Reiseführer erwähnt wurde. Bei den Einheimischen war ihr Restaurant auch als Bar sehr beliebt. Die ausgezeichneten Kochkünste vermittelten uns in den nächsten zwei Wochen einen Querschnitt der karibischen Küche. Leider war mit dem Genuss dieser Speisen auch eine Gewichtszunahme von vier Kilo in vier Wochen zu verzeichnen. Pro Person versteht sich!
Wir mieteten uns für die nächsten zwei Wochen einen Jeep, um die Insel durchstreifen zu können. Ich erhielt von dem Tauchshop einige Informationen über die besten Spots und wir entschieden uns mit dem Personal von Sean, der schon in vielen Tauchfilmen und Dokumentationen über Tobago mitgewirkt hat, die Unterwasserwelt zu entdecken. Wir haben in den ersten Tagen viele Highlights mit dem Auto erfahren. Am schönsten waren die Englishman´s Bay eine idyllisch gelegene Bucht mit fischenden Pelikanen, hohen Palmen und goldgelbem Strand und ein Naturschutzgebiet im Norden, wo Hunderte grüner Papageien einen gewaltigen Spektakel machten.
Das Wasser um Tobago war durch große Mengen Plankton, wahrscheinlich aus dem Orinokodelta Venezuelas mit Nährstoff versorgt und sehr trüb. An Schnorcheln oder Tauchen an der Luv-Seite der Insel war nicht zu denken. Die Brandung war sehr stark. Bianca wurde bei dem Versuch mit mir zu schwimmen, wie in einer Waschmaschine durchgeschleudert und am Strand von der Welle ausgespuckt. Etwas in Panik geraten, entschied sie sich, doch lieber dort das Baden zu lassen. So konzentrierten wir uns erst einmal auf Land und Leute. Tante Lou war eine begeisterte Köchin, die nichts unversucht ließ, uns zu Beifallsstürmen hinzureißen. Schon zum Frühstück zauberte sie knusprig gebackenen fliegenden Fisch oder einfach nur eine Mischung der schönsten tropischen Früchte.
Ihre mit Honig und Zimt überbackene Banane war nicht zu toppen. (On Top war noch ein guter Schuß Rum) In den fast drei Wochen in ihrem Guesthouse haben wir keine Speise zweimal serviert bekommen. Jeden Morgen ging sie zu Fuß zum Marktplatz. Einige Male haben wir sie mitgenommen und ihr beim Einkauf zugeschaut. Jeder kannte sie und überall wurde sie in Gespräche verwickelt.
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Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”