Unsere Gesprächsrunde diskutierte auch nach den inzwischen vergangenen 60 Minuten noch.
Meine Tasche stand immer noch unter dem Tisch!!! Also noch einmal ein Danke an die Tobagonians. Diese
Menschen haben einen ganz anderen Stolz als die Einwohner von Saint Lucia, aber sind den Weißen gegenüber
sehr freundlich und aufgeschlossen. Abends im Plantation-House saßen wir noch lange mit Mrs. Lewis und Judy
zusammen und diskutierten über Apartheid und die Probleme von religiösen oder ethnischen Minderheiten auf
aller Welt.
Da Tobago nach zwei Wochen erkundet ist und außer den Pan-Drums der Steel-Bands nicht viel auf der Insel
los war, entschieden wir uns úber Grenada in die Grenadines zu fliegen. Wir wollten sieben Nächte bleiben
und uns eine Unterkunft vor Ort suchen.
Der Flug war sehr günstig. Wir einigten uns mit Mrs. Lewis über den Verdienstausfall ohne Probleme. Auf
Grenada hatten wir nur einen kurzen Stop, den wir zum Geld wechseln nutzten. Eine kleine Propellermaschine
mit einem sehr edel wirkenden Piloten, dessen graue Schläfen bei Bianca einen bleibenden Eindruck machten,
brachte uns nach Carriacou. Diese Insel hatte es uns schon lange angetan. Die Tauchgebiete sollten einiges
zu bieten haben. Wir hatten im Reiseführer gelesen, das die L´Esterre Bay sehr schön sein sollte,
mit einer kleinen vorgelagerten Insel und der Tauchschule eines Deutschen namens Tankred Müller
genannt "Tanki".
Der Flug über die kleinen Inseln der Grenadines erinnerte uns sehr an den Flug 1986 von Saint Lucia. Das
Wasser sah aus wie die überdimensionierte Malpalette eines Künstlers. Alle erdenklichen Blautöne
schimmerten im Sonnenlicht und die Sandstrände begrenzten das grüne Inselinnere zum türkisfarbenen
Wasser der Lagunen.
Schon vom Flugzeug aus fielen uns die Segelyachten auf, die zwischen den Inseln kreuzten und an den schönen
Stränden vor Anker lagen. Unsere Unterkunft, dass Hope´s Inn war kein Highlight unserer Reise. Ein zwar
sauberer, aber sehr karg möblierter Raum mit Bett und die Toilette auf dem Flur. Alles steril weiß gekalkt
und kein einziges Bild an der Wand. Aber wir wollten ja dort nur schlafen und außerdem war es sehr
günstig.
Der Tauchshop von Tanki war sehr nett gestaltet und die Begrüßung mehr als herzlich. Wir
