Die Mangos von Guimaras
Unser Freund Abram aus Boracay besuchte uns im November 1994 das erste Mal mit seiner Frau in Palingen. Beide waren sehr enttäuscht, als wir ihnen erzählten, dass wir im Februar 1995 auf die Seychellen fliegen wollten und wieder nicht auf die Philippinen. Uns war aber nach Erholung, Strand und Sonne.Dies war der Grund, uns für ein Ziel zu entscheiden, das schnell zu erreichen war. Abram berichtete uns, dass unsere kleine Jing-Jing, die uns mit ihren neun Jahren jetzt schon regelmäßig schrieb, ein weiteres Geschwisterchen bekommen sollte. Falls es ein Sohn werden würde, wollten Lolong und Nhening ihn Heino nennen. Welche Ehre! So war nicht viel an Überzeugungsarbeit zu leisten und wir stornierten noch während des Besuchs von Abram unsere Seychellentour. Gebucht hatten wir diesmal un-sere Reise nach Manila mit der China-Air, die inklusiv Rail + Fly mit ICE und einer Übernachtung mit Halbpension auf Taiwan 1200 DM kosten sollte. Die Anreise war erschreckend lang und unsere Odyssee auf Taiwan muss näher beschrieben werden.
Schon von weitem sahen wir, bei dem Anflug auf Taipeh, die riesige Dunstglocke der Industrie. Dschungel oder Grünes war am Boden kaum noch zu erkennen. Die einstige Schönheit der Insel Formosa war dem Kapitalismus gewichen. Auf dem Flugplatz war von dem Schrecken aus der Luft nichts mehr zu erkennen und Taiwan wurde wieder in den schönsten Farben angepriesen. Wir gingen zur Touristen-Information und fragten nach dem Hotel. Man gab uns einen Taxischein und schickte uns mit dem Gepäck zum Parkplatz.
Wir stiegen in einen Wagen ein und sagten dem Fahrer, dass wir Transittouristen sind und zu unserem Hotel wollen.
Jetzt merkten wir das erste Mal in den ganzen Jahren, in denen wir unsere Welt bereisen, dass es auch Länder gibt, in denen Englisch kaum gesprochen oder verstanden wird.
Unser Fahrer hatte zwar freundlich „Yes Sir“ gesagt , aber nur Hotel, Tourist und Taxi verstanden. So fuhr er mit uns Richtung Taipeh. Wir ahnten nicht einmal, dass unser Transithotel auf dem
