Flughafengelände stand und wir als Transitpassagiere das Gelände hätten gar nicht verlassen
dürfen. Die Fahrt war abenteuerlich. Wir fuhren mitten durch ein sehr desolat aussehendes
Kernkraftwerk. Die Kühltürme hatten große Risse. Müll und verrostete Teile lagen zwischen den
technischen Anlagen herum. Ein Glück, dass wir keinen Geigerzähler bei uns hatten... .
Am Strand lagen unglaublich viele tote Fische.
In Taipeh angekommen, hielten wir vor einem großen Hotel, gaben dem Fahrer 20 Dollar und fragten an
der Rezeption nach unserer Reservierung. Es gab keine Reservierung, eigentlich auch jetzt irgendwie
logisch!
Der Name des Hotels war nur in chinesischen Schrift- zeichen am Hotel angebracht. Nach dem langen
Flug etwas entnervt, bemühte ich mich sehr freundlich zu bleiben und sprach mit dem Manager. Dieser
erklärte mir, dass die Stunde Fahrt vergebens gewesen ist und bedeutete uns, schnell wieder zum
Flughafen zurückzufahren, wir könnten Probleme bekommen.
Das Taxi war natürlich schon lange weg und wir redeten mit Händen und Füßen, um jetzt Verhaltensmaßregeln
für die Taiwanesischen Behörden herauszubekommen. Mit einem unguten Gefühl im Bauch verließen wir
wieder das Hotel und fuhren eine Stunde zum Flughafen zurück. Der Beamte war zum Glück sehr nett
und zeigte auf das Gebäude, das der Flughafenhalle gegenüber lag. Die Aufschrift prangte in
riesigen Buchstaben: „Transit-Hotel-Taiwan!“ Völlig fertig von der langen Reise war unser
erstes Bedürfnis jetzt nach einer Dusche und neuer Kleidung.
Das Fernsehprogramm war ausschließlich chinesischer Herkunft und die Dialoge in den Spielfilmen
gaben reichlich Anlass zur Heiterkeit. Im Restaurant des Hotels wurden wir dann regelrecht
abgefertigt. Keiner der Angestellten bemühte sich, Freundlichkeit an den Tag zu legen. Das
Essen war völlig daneben. Ein Versuch, ohne irgendwelche kochtechnischen Fähigkeiten, die
europäische Küche zu kopieren, war gescheitert. Man ließ uns deutlich spüren, nur Transitreisende
für eine Übernachtung zu sein.
Am Morgen ging es gleich um acht Uhr weiter nach Manila. Die Hektik auf dem Flughafen bekamen wir
nicht zu spüren, weil wir den Shuttle Service der Philippine Airlines zum nationalen Flughafen
