nutzten.
Es kostet zwar 15 US-Dollar pro Person, aber wir können diese Reiseerleichterung nur empfehlen.
Spät abends erreichten wir dann endlich einmal wieder Caticlan auf der Insel Panay, um wie gewohnt,
nach Boracay überzusetzen.
Es war bereits dunkel, als wir mit dem Boot um die Felsen an der Ostküste Boracays fuhren.
Die Vorfreude auf unseren ersten Blick auf den „White-Beach“ war groß, schließlich waren drei
Jahre seit dem letzten Besuch vergangen.
Wir trauten unseren Augen nicht. Unser Traumstrand sah in der Dunkelheit aus, wie Las Vegas bei Nacht.
Tausend Lampen und Lämpchen erhellten den Strand und in jedem kleinsten Restaurant brannten
Lichterketten um Touristen anzulocken. Die Zivilisation hatte auf Boracay Einzug gehalten.
Abram empfing uns in seinem neu eröffneten Supermarkt. Er hat seine Anteile der Bungalowanlage
verkauft und erkannt, dass es mittlerweile zu viele dieser Anlagen auf Boracay gab. Jetzt war
es ihm möglich, an diese Ressorts Güter zu verkaufen und bot zusätzlich Motorradteile, Kompressoren,
Generatoren und Haushaltsbedarf an. Lebensmittel und sogar Wein aus Deutschland war auch in den
überladenen Regalen. Das Haus, in dem der Supermarkt ist, gehört ebenfalls ihm. Selbst ein Computer
steht schon auf seinem Schreibtisch. Die Kinder empfingen uns mit einem großen Geschnatter und
wir konnten mit den Größeren sogar schon ein wenig Englisch sprechen. Abram hat endlich einen
Junior. Sein Sohn Julius, Jas genannt, konnte schon ein wenig laufen. Die kleine Jing-Jing war
nicht mehr von Biancas Seite zu bewegen. Wir ließen erst einmal unser Gepäck im Supermarkt
zurück. Mit Abram´s Motorrad besuchten wir gleich den kleinen Heino. Abram´s Bruder Lolong
hatte seinen Stammhalter tatsächlich nach mir benannt. Seine Frau Nhening trug ihn mir schon
entgegen, als wir ihr Haus erreichten.
Es ist ein bewegendes Gefühl, auf der anderen Seite der Welt Freunde zu haben, die sogar zwei ihrer
Kinder nach uns benannt haben.
Nhening hatte ein Gebäude neben der Schule bezogen, in der sie Pausensnacks an die Schüler verkauft.
Durch den Streit von Abram mit unserer deutschen Lady Lilo, war auch der Hausmeisterposten von Lolong
verloren.
