anzogen. In diesem Jahr war der Strand genau so menschenleer wie 1989. Damals gab es auf Boracay
zwei kleine Tauchschulen und heute dreizehn! Ein Tauchgang kostete durch die große Konkurenz nur
noch 18 Mark. Restaurant an Restaurant, Bar an Bar und ´zig kleine Verkaufstände der Einheimischen,
die übrigens alle das Gleiche anboten.
Wir entschieden uns spontan, so schnell wie möglich die Insel Boracay wieder zu verlassen, um andere
Inseln der Philippinen zu bereisen. Allerdings wollte ich vorher noch einige Tauchgänge mit meinem
Tauchpartner Victor machen.
Auch unter Wasser war nicht mehr viel von der Korallenpracht zu sehen. Die Anker der zahlreichen
Tauchboote hatten ganze Arbeit geleistet. Keine Thunfische mehr, keine Langusten oder Kraken.
Selbst ein Nachttauchgang war für uns beide nicht mehr ergiebig. Wir fragten Abram und Feli,
ob sie eine Woche mit uns verreisen wollen. Die Beiden waren begeistert und sagten spontan zu.
So prüfte ich im Reiseführer, welche Insel in Frage kommen könnte und wie wir dort hin kommen.
Abram hatte einen nagelneuen Kleinbus mit Air-Condition und der Weg zum Flughafen sollte so kein
Problem mehr sein.
Einen bleibenden Eindruck machte bei mir ein Angestellter von Abram, den alle Junior nannten.
Junior sorgte sogar dafür, dass sein Boss keine nassen Füße bekam, wenn er ein Boot verließ, indem
er ihn auf den Schultern zum Strand trug.
In einem italienischen Restaurant lernten wir den Be- sitzer kennen, einen Aussteiger und Mountain-Bike
Fan. Wir sprachen über unsere Reisepläne und er empfahl uns, die Insel Guimaras, südlich von Panay.
Alles sei dort noch sehr ursprünglich, das Wasser klar und die Landschaft traumhaft, berichtete er
uns.
Er empfahl uns eine Anlage mit schönen Bungalows, die wie Vogelnester in ein Kliff an der Südküste
gebaut worden sind. Alles hörte sich toll und irgendwie aufregend an. Wir sprachen mit Abram darüber.
Guimaras war sogar sehr bequem und ohne Flug zu erreichen.
Zwei Tage später war es dann so weit. Die Kinder von Abram wurden bis Kalibo zu den Großeltern
mitgenommen und ein deutscher Aussteiger und Freund von Abram wollte uns bis zur Hafenstadt
