Iloilo
begleiten. Er hatte dort einige Formalitäten zu erledigen, um den Strandabschnitt einer Insel westlich
von Panay kaufen zu können. Dort wollte er später eine Bungalowanlage errichten. Nach fünf Stunden
erreichten wir Iloilo über holprige Pisten. Im Hafen erkundigten wir uns nach der Fähre Richtung
Guimaras und wurden zu einem Holzschiff mit Kajüte geführt, dem ich keine 500 Meter mehr auf dem
Wasser gab.
Leider existierte keine Alternative. Feli´s trockener Kommentar: „I think it´s better than swimming!“
Wir gaben ihr recht und waren eine Stunde später auf der Insel. Dieses eine Mal gönnten wir uns einen
ganzen Jeepney für einen „Special-Ride“.
Normalerweise kostet das Fahren in diesen Großraumtaxis nur ein paar Pesos und man sitzt dichtgedrängt
oder steht auf den Trittbrettern. Manchmal muss man auch auf dem Dach Platz nehmen. Wird der ganze
Wagen mit Fahrer gemietet, bezahlt man einen mit Deutschland vergleichbaren Buspreis. Dann nimmt
aber der Fahrer auch keine weiteren Gäste mehr mit und man hat echte Beinfreiheit. Dieses Mal haben
wir uns den Luxus gegönnt.
In dem kleinen Guesthouse waren wir die einzigen Gäste. Das Zimmer war allerdings sehr schön gelegen
und der Blick über das Meer und die ständige Brise waren ideal zum Entspannen. Wir entschieden uns,
hier zwei Nächte zu bleiben und bezogen unsere Zimmer.
Schon auf Boracay haben wir oft bemerkt, dass die Philippinos nur zu gern wetten und spielen. Auch
unsere Reisebegleiter waren der Spielsucht hoffnungslos verfallen. Fast jeden Abend spielten wir
bis in die Nacht Canasta. Wenn es an das Schlafen ging, waren die Beiden nicht in das Bett zu bekommen.
Am ersten Abend saßen wir bei Kerzenlicht und dem Schein einer Petroleumlampe im Restaurant, als
Bianca dringend einmal verschwinden musste.
Das Häuschen, hier ohne Herz an der Tür, war auf dem Hinterhof. Sie nahm die Taschenlampe und zog los.
Zwei Minuten später hörten wir einen spitzen Schrei. Ich sprang auf und lief ihr zu Hilfe. Bianca
stand vor der Toilette und deutete auf einen riesigen Frosch, der tot zu ihren Füßen lag.
Der Kellner aus dem Restaurant stand lachend neben ihr. Sie sagte, dass sie zufällig mit der Lampe
neben sich leuchtete und in dem Moment der Frosch auf sie zu sprang. Das war aber nicht das
