In der Nähe der Bungalows waren einige große Höhlen in den Kalksteinfelsen. Peter erzählte uns, dass
man diese vom Meer aus mit einem kleinen Boot befahren könnte. So paddelte ich eine halbe Stunde mit
Abram an den Felsen entlang, bis wir den Höhleneingang entdeckten. Fledermäuse, wo man auch hinsah.
Abram war, genau wie seine Landsleute sehr abergläubisch. Der Gedanke an Geister und Dämonen sitzt
tief in ihren Gedanken. Er versuchte mich zu überzeugen, dass es in der Höhle absolut nichts zu
entdecken gab, aber ich war neugierig und fuhr immer tiefer hinein. Abram´s Blick fuhr unruhig
hin und her und er erzählte mir von Geistern, die über Menschen herfallen und sie quälen und töten.
Das Flattern der Fledermäuse tat bei ihm ein Übriges. Trotz seiner dunklen Gesichtsfarbe war ihm die
Angst anzusehen, als wir die Höhle wieder verlassen hatten. Er berichtete Feli in allen Variationen,
was ihm dort hätte passieren können.
Abends im Restaurant hörten wir einige spitze Schreie aus der Küche. Mike rief uns und wir entdeckten
zwischen den Tellern und Töpfen einen 20 cm langen sehr gif-tigen Hundertfüßler, der angriffslustig
versuchte, uns zu attackieren. Mit Hilfe einer chemischen Keule beendete Mike dieses Insektenleben.
Die Bucht war gut geeignet zum Schnorcheln. Das Wasser war sehr klar und wir entdeckten sogar einige
Rochen und Schildkröten. Mike wollte uns unbedingt eine Ganztagestour anbieten, zu einer Insel mit
Namen Susan-Island.
Da auch die Insel Nagarao auf dem Weg dorthin lag, stimmten wir zu. Diese Insel gehört dem Deutschen
Martin Stummer, der dort eine Ferienanlage betreibt. Man hat dort allen erdenklichen Luxus und kann
sogar seinen Alterssitz hier einrichten. Für uns ein Stückchen Europa im Pazifik und keine Reise wert.
Wir fuhren mit dem großen Auslegerboot der Familie an der Küste von Guimaras entlang und genossen die
Atmosphäre und die einmalige Kulisse. An der Südküste kam die Silhouette der Insel Negros in Sicht,
mit dem majestätischen Vulkan Kanlaon. Eine Erinnerung an den Trip mit Axel und Barbara im Jahr 1991.
Wir wollten für die Bewohner von Susan-Island noch Früchte und Trinkwasser als Gastgeschenk kaufen
und legten in einem kleinen Dorf an. Sofort waren wir von vielen Kindern umringt, die wissen wollten,
wo wir herkommen. Bianca verteilte einige Luftballons und wir gingen in das Zentrum des Dorfes.
Überall grüßte man uns freundlich.
