Impressum     Copyright / Disclaimer
Seezigeuner in der Sulusee
Seite 114
die gewaltige Größe des Tankers sahen und erkannten, wie knapp wir einer Kollision entgangen waren.
Am späten Nachmittag, erreichten wir Coron-Island. Schroffe Klippen, die über und über mit Moos bewachsen waren, machten einen unwirklichen Eindruck. Wir passierten das Außenriff. Vor uns das türkise Wasser der Lagune zwischen den Inseln. Endlich legte sich die schwere Dünung, die dafür gesorgt hatte, dass Hans wieder einmal seine letzten Mahlzeiten an das Meer herausgeben musste.
Der Genuss einer Portion Eis auf Boracay, die wohl mehrfach angetaut war, hatte seine Verdauung völlig durcheinander gebracht. Erst auf Borneo hatte er sich wieder ganz erholt.
Die Berge Corons waren bis 1000 Meter hoch. In der Bucht konnten wir jetzt auch Culion-Island und die Insel Busuanga sehen. Wir hatten noch viel Zeit bis zum Sonnenuntergang und wollten eine Runde schwimmen. So manövrierte Kapitän Peter die Kembali in eine geeignete Bucht und stritt sich mit July, wo der Anker am besten fassen würde. Noch während des Streites streifte das Heck des Schiffes einen Korallenstock, der bis knapp unter die Oberfläche reichte. Peter stoppte sofort das Boot und wir ließen den Anker fallen. Es sah für uns alle so aus, als ob der Kembali nichts geschehen wäre. Gerade wollten wir in die einladenden Fluten hüpfen, als sich ein Schwarm wilder Wespen aus den Felsen auf uns stürzte. Wir konnten einige von diesen Sturzkampfbombern im direkten Boden-Luftkampf, zur Strecke bringen, aber es wurden immer mehr. So entschieden wir uns, unser Heil in der schnellen Flucht zu suchen. Anker also wieder hoch, Maschine an und volle Fahrt voraus. Nach einer Stunde erreichten wir Coron Town und wollten nach einer mühseligen Fahrt durch weite Korallenfelder vor dem langen Steg den Anker werfen.
Als Peter den Motor auskuppelte, verloren wir unseren Propeller, dessen Splint oder dieser selbst bei der Kollision mit der Koralle Schaden genommen haben musste. Jetzt war guter Rat teuer. Keine Taucherflasche, keine Ahnung an welcher Stelle die Schraube lag und keine Ersatzschraube. Eine fatale Situation. Das Ende unserer Segeltour schien verdammt nahe. Wir hatten nicht einmal die Möglichkeit, ohne Motor unseren jetzigen Ankerplatz zu verlassen, die Korallenstöcke waren zu dicht und segeln war hier nicht möglich.
Teil-5    94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  Ende
Symbol-vorwärts
Symbol-zurück
Hochzeitswünsche
Ferienhäuser
Buchen sie mit tourisline günstige Hotels weltweit

Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
Home
Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”