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Seezigeuner in der Sulusee
Seite 115
Wir entschieden uns Kriegsrat zu halten. Als wir gerade überlegten, ob wir in Coron ein Auslegerboot suchen sollten, das uns nach Palawan bringen sollten, erschien eine zweite Segelyacht in die Landenge und folgte in unserem Kielwasser. Die Hoffnung stieg, dass vielleicht eine Flasche Atemluft verfügbar war, oder wir mit diesem Schiff unseren Trip nach Palawan beenden können. Wir schwenkten Tücher und T-Shirts, um auf uns aufmerksam zu machen. Es war ein Holländer, der direkt neben uns seinen Anker warf.
Er setzte mit seinem kleinen Beiboot zu uns über. „Was seid Ihr denn für eine traurige Gesellschaft?“ fragte er uns, als er die langen Gesichter sah. Wir berichteten von Sturmfahrt und doppeltem Schiffbruch, während sein Freund unser Boot mit Schnorchel und Maske von unten betrachtete.
Welch Glückes Geschick!!! Tatsächlich hatte er eine gefüllte Flasche Atemluft an Bord und war sehr glücklich, uns helfen zu können.
Klaus hatte eine Tarierweste, ich meinen Lungenautomaten und July stellte aus Bolzen und Eisenteilen, Gewichte her, mit denen ich nach unserer Schraube tauchen konnte. Das Unglaubliche - alle Schlauchver- bindungen passten zusammen! Ich peilte jetzt mit mein-em Tauchkompaß den Ankerplatz an, vor dem uns die Wespen überfallen hatten und verband diesen Punkt mit dem, an dem wir vor Busuanga ankerten zu einer Linie. Mit dem kleinen Rettungsboot ließ ich mich und meine Ausrüstung an die Stelle bringen, an dem Peter den Motor ausgekuppelt hatte. Dann stellte ich meinen Kompass erneut auf die Kollisionsstelle ein und ließ mich über die Bordwand rollen.
Das Wasser war hier nur fünf bis acht Meter tief und der Grund über und über mit Geweihkorallen bewachsen. Ich ließ mich auf den Boden absinken und überlegte, wie ich die Schraube finden könnte. Ich schwamm langsam über die Korallen und orientierte mich immer wieder an meinem Kompass. Sehr lebhaft konnte ich mir vorstellen, wie mir die ganze Crew die Daumen hielt. Meter für Meter legte ich zurück und die Hoffnung wurde mit jeder Minute und jedem Atemzug kleiner.
150 Bar, 100 Bar, 50 Bar, nur ein paar Fische interessierten sich für die unglaubliche Situation. Wie weit ich von der Kembali entfernt war? Ich hatte keine blasse Ahnung.
Da!! Plötzlich entdeckte ich zwischen den Korallen etwas Metallisches. Es war zu klein um an eine
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”