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Seezigeuner in der Sulusee
Seite 125
Irgendwann in der Nacht, muss wohl auch unsere Deckwache July eingeschlafen sein, denn am nächsten Morgen schnarchte unser Deckjunge, Koch und Ankerwinde laut auf dem Deck. Er hatte versäumt, die nächste Wache zu wecken. Vertrauen ehrt...!!
Die ganze Fahrt zu den Felsen von El Nido waren Unmengen von Quallen im Meer und unsere Haut fing an, durch das Salzwasser rissig zu werden. Mit Hautcreme konnte man nur das Salz auf der Haut verteilen. Das Trinkwasser reichte nur noch zum Kochen und Zähneputzen. Nicht einmal mehr für eine kleine Katzenwäsche.
Das Dorf El Nido liegt malerisch eingebettet zwischen hohen Felsen in einer Gruppe von steil aus dem Meer aufragenden Inseln. Wir gingen zum fotografieren an Land und entdeckten dort sofort eine kleine Bäckerei. Das große Fressen nahm seinen Lauf. Wir deckten uns noch mit einem großen Vorrat an Brot und Kuchen für die nächsten Tage ein. Wasser für unsere Tanks bekamen wir allerdings nicht.
Das kleine Dorf war blitzsauber, die Wege und Gärten liebevoll angelegt und sogar Blumen in einer Art Balkonkästen schmückten die Häuser. Überall wurden wir in kleine Gespräche verwickelt. Einige Aussteiger aus Europa, die früher als Rucksacktouristen diese Insel entdeckt haben, sind hier zur Ruhe gekommen und verdienen mit den wenigen Touristen ihr schmales Einkommen.
Wir waren begeistert, stromerten durch die Gegend und genossen den Tag in vollen Zügen. Am Abend schleppten wir dann doch mit Peter und July 500 Liter Trinkwasser in Kanistern auf die Kembali, aber zum Duschen reichte diese Menge immer noch nicht. So musste doch wieder dem Bad im Salzwasser der Vorzug gegeben werden.
Wir segelten weiter durch die bizarre Inselwelt und ließen die Seele baumeln. Mittags legten wir dann in der langgestreckten Bucht einer Insel an, an deren Ufer uns eine azurblaue Lagune zum Schnorcheln einlud.
Da passierte schon das nächste Malheur. Peter legte beim Ankern den Rückwärtsgang ein und übersah das Beiboot. Wir hatten es auf der Fahrt von El Nido hinter uns hergezogen.
Das Seil geriet in die Schraube und das Boot wurde bei diesem Manöver unter das Heck der Kembali gezogen.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”