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Seezigeuner in der Sulusee
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erschreckender Gedanke: PIRATEN!!! Mein Tauchermesser lag seit den Erzählungen der Australier jetzt immer neben meinem Kopfkissen und ich bereitete mich auf die Verteidigung des Schiffes vor. In meinem Blut gab es jetzt Adrenalin satt. Plötzlich klopfte es an die Bordwand.
July schlief an Deck, doch ich hörte ihn lebhaft diskutieren. Ich ging an Deck, obwohl Bianca damit gar nicht einverstanden war. Ich deutete meiner Frau mit aufgesetzter Gelassenheit, dass Piraten nicht anklopfen würden.
Hans und Klaus kamen auch schon aus ihren Kojen gekrochen. Ein großes Auslegerboot lag an der Bordwand und einige dunkle Gesichter schauten im Strahl unserer Taschenlampen neugierig über die Reling.
July gab uns zu verstehen, dass eine Familie Seezigeuner, die einen erfolgreichen Fischzug während der Nacht hatten, uns einige gefangene Fische verkaufen wollen. Alternativ wollten Sie den Fisch gegen Batterien für ihre Taschenlampe eintauschen. Ich wurde mit July eingeladen, auf das Boot zu kommen, um die Familie kennen zu lernen. So kletterte ich vorsichtig über den Ausleger zwischen die fremden Menschen.
Im Boot rückten alle etwas zusammen, um einen kleinen Platz für das unbekannte Bleichgesicht zu schaffen. Ein Holzkohleherd stand auf dem Boden des Bootes. Kleine Fische brutzelten auf einem Rost. Man ließ mich von dem gebratenem Fisch kosten und bot mir ein in der Dunkelheit undefinierbares Getränk an. Den Fisch nahm ich an, aber trank dann doch lieber eine Coke aus unseren Vorräten dazu. Wir wurden ausgehorcht, wo wir herkommen, wie wir heißen und erzählten ein wenig über das so fremde Leben weit weg in Europa. Unser Bootsjunge übersetzte mit vollem Mund, während er mit Händen und Füßen von unseren Abenteuern berichtete. Ich versprach nach Batterien zu sehen und kletterte zurück auf die Kembali. Die alte, verrostete Taschenlampe nahm ich gleich mit. Da meine Ersatzbatterien die richtige Größe hatten, tauschte ich sie gleich aus. Zurück an Deck rief ich July, um die brennende Lampe zu übergeben. Die Seezigeuner lachten und freuten sich sehr, einmal wieder Licht auf dem Boot zu haben. July streckte sich und wollte die Lampe greifen. Bei der Übergabe rutschte sie ihm jedoch aus der Hand und direkt in das 12 Meter tiefe Wasser. Ende von
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”