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Seezigeuner in der Sulusee
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Lampe! Die Enttäuschung kann man sich vorstellen.
Um die Situation zu retten gab ich der netten Familie meine kleine Taschenlampe, die allerdings im Vergleich zu dem antiken Stück ein Wunderwerk der modernen Lampentechnologie darstellte. Begeistert wurde das gute Stück herumgereicht.
Als Dank erhielten wir ein paar Kilo frischen Fisch und viele glückliche Gesichter. Am nächsten Morgen fuhr ich noch einmal mit Bianca zu der armen Familie an den Strand. Es war uns ein Bedürfnis, ihnen noch ein paar Kleidungsstücke von uns zu schenken und ich ließ zwei meiner T-Shirts, ein wenig Bargeld und einige Medikamente zurück. So erreichten wir am vorletzten Tag unserer Seereise den Underground-River und ankerten in einer Bucht neben dem Höhleneingang. Dieser seltsame Fluss ist eines der wenigen Ziele auf Palawan, die touristisch voll erschlossen sind. Die Touristen reisen allerdings sehr strapaziös über holprige Pisten aus der Hauptstadt Puerto Princesa an.
Ein Eintrittsgeld wurde gezahlt und ein Führer paddelte uns in die Höhle. Wir hatten uns viel von dieser Attraktion versprochen, aber das bisher erlebte, war kaum an Attraktivität zu überbieten. Einige Fledermäuse, ein paar von den typisch philippinischen Spukgeschichten und ein Labyrinth von Kanälen mit schönen Tropfsteinen waren die einzigen Highlights. So kürzten wir die Fahrt ab, fuhren mit dem Boot zurück zur Kembali und entschieden uns für ein letztes Schnorchelerlebnis in den unberührten Riffen Palawans. Klaus wollte noch ein wenig in der Sonne braten, doch ich stürzte mich mit Hans schnellentschlossen noch einmal in das kristallklare Wasser.
Ein Steilabfall am Riff bot sich als Route an und wir folgten dem Verlauf neben dem Riffdach. Ich entdeckte eine große Karettschildkröte und ließ mich auf ihrem Rücken über die Korallen ziehen. Hans war mehr als begeistert über das unverhoffte Reiterlebnis und drängte mich, ihm meinen Platz auf dem Zugtier zu überlassen. So schwebte er wunschlos glücklich über die ungewöhnliche Reitbeteiligung mit seiner Schildkröte davon. Ich folgte ihm langsam über schönen Korallenfelder. Das Tier entschied sich nach kurzer Zeit, lieber in das offene Meer zu fliehen und schwamm mit Hans auf dem Rücken in das Blauwasser an der Riffkante.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”