Kondition
zu versuchen. Kleine Pfade führten in den dichten Regenwald und wir zogen gemeinsam los, um einen kleinen
Wasserfall zu entdecken, der im Reiseführer angepriesen war. Hans war nicht zu halten und schon nach
ganz kurzer Zeit auch nicht mehr zu sehen. Klaus und Helga entschieden sich für einen kürzeren Weg um
das Camp. Bianca und Yvette zogen eine gemütliche Gangart vor. Nach zwei Stunden Fußmarsch erreichten
wir den Wasserfall und staunten nicht schlecht, als ein Hinweisschild uns mitteilte, dass der weitere
Weg über eine Leiter 200 Meter den Berg hinauf führte.
Völlig außer Atem erreichten wir den Trail zum Camp als Hans bemerkte, dass er seine schöne Sonnenbrille
am Wasserfall verloren haben musste. So kletterte er die ganze Stiege wieder herunter, suchte und fand die
Brille und auf ging es den Berg wieder hoch. Schweißgebadet erreichte er uns und hatte kaum mehr Luft,
uns von dem glücklichen Fund zu berichten. Abends saßen wir auf der Terrasse unserer Hütte und genossen
den Sonnenuntergang und das Farbenspiel auf den Felsen des Mount Kinabalu.
Der Aufstieg bis zum zweiten Camp auf 3300 Meter Höhe sollte fünf Stunden dauern. Wir hatten leichte
Rucksäcke mit, genug zu trinken und die gesamte Foto- und Videoausrüstung. Die ersten Kilometer konnten
wir noch rumalbern und uns auf die wunderschöne Natur konzentrieren. Einige Japaner und Koreaner waren
mit uns auf dem Weg zum Gipfel. Wir ließen sie gern überholen, da wir unsere Energie lieber ein wenig
einteilen wollten. Es hatte wohl in den letzten Tagen viel geregnet. Einige Teile des steilen Weges
waren sehr schlüpfrig und ausgewaschen. Ein paar kleinere Wasserfälle lagen am Wegesrand und so
langsam wurde der Atem der Freunde deutlich hörbar.
Der Weg war sehr steil, man hatte Stufen in den Fels geschlagen um ohne Seile auskommen zu können.
Leider waren die Stufen teilweise sehr hoch, so dass auch die zweite Etappe anstrengend für uns wurde.
Die Pausen wurden häufiger und die Gesichter immer länger. Die ersten Koreaner wurden schon wieder von
uns überholt und jedes kleine Rinnsal für eine Erfrischung des brennenden Gesichtes genutzt.
Der Schweiß lief in die Augen, das T-Shirt unter dem Rucksack war tropfnass und der Rücken schmerzte an
den Haltegurten des Rucksackes. Jetzt änderte sich das Bild der Landschaft. Flacher
