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Kopfjäger im Internet
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oder zu fotografieren. Eindringlich wird dem Touristen erklärt, dass die Tiere nicht gestört werden sollen. Die Wahrheit ist aber, dass man selbst Fotos und Filme verkaufen will. Die Bedienung ist mehr als unfreundlich, die Kosten für Essen und Trinken unverschämt hoch und der Service mehr als bescheiden. So haben wir den zweiten Tag auf einer nahegelegenen Robinsoninsel verbracht und einen herrlichen Tag in unverfälschter Umgebung mit Baden und Schnorcheln verbracht.
Hier ist auch das Titelbild für dieses Buch entstanden. Es war aber wirklich beeindruckend die riesigen Schildkröten zu beobachten, wie sie ächzend auf den Strand kriechen, ein tiefes Loch graben und unter großer körperlicher Anstrengung ihre Eier ablegen. Als dann noch einige Hundert kleine Schildkrötenbabys schlüpften, hatte sich auch in dieser Hinsicht die weite Anreise für uns doch gelohnt. In großen Wassereimern brachten wir sie an den Strand und begleiteten die krabbelnden Winzlinge noch bis zum Wasser. Es ist schon erstaunlich, wie sie immer den Weg in den Ozean finden. Im Restaurant der Insel trafen sich dann alle Touristen und Ranger. Hier wird ausführlich über die so selten gewordenen Meeresbewohner erzählt. Leider waren auch sehr viele chronische Besserwisser dabei, die immer pseudowissenschaftlich ihre Person in den Vordergrund drängen wollten.
Zurück in Sandakan berichteten wir Judy von der örtlichen Reiseagentur über diese Probleme. Sie war von unserer Erzählung sehr beeindruckt. Unsere Enttäuschung über den Umgang der Regierung mit der Natur Sabahs war uns deutlich anzumerken und Judy war sehr bemüht, unsere Stimmung wieder zu heben. So buchte sie uns in dem einzigen fünf Sterne Hotels Sandakans ein. Wir durften dort fürstlich speisen und wurden nach Strich und Faden einen ganzen Tag lang verwöhnt. Ein schöner Pool, eine noch bessere Bar und ein mehrgängiges Menü hoben unsere Stimmung dann auch extrem an.
Besonders nach drei Wochen einfachster Küche auf einem Segelboot in der Sulusee, kleinen Bungalows aus Bambus und fehlender Süßwasserdusche lässt sich so ein Break entspannt geniessen. Bei der Nachspeise konnten sich die Angestellten des Hotels nur noch wundern, wie oft wir zwischen dem Dessertbüffet und unserem Tisch hin- und herpendelten. Diese kleine Fressorgie ist seltsamerweise ein bleibender Eindruck Borneos geworden und zeigt doch, wie sehr wir von unserem europäischen Luxus abhängig geworden sind. Die Orang-Utans Borneos wurden zum Highlight unserer gesamten
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”