muss, um es zu
bekommen. Hier ruft der Staat zum sparen auf und regt den Bürger an, den Gürtel enger zu schnallen.
Dort verdient man eben ein wenig mehr und arbeitet länger, wenn man sich etwas Neues kaufen möchte,
oder die Abgaben einmal wieder steigen.
Malaysia gehört zu den sogenannten „Tiger-Nations“ in Asien mit der stärksten wirtschaftlichen
Entwicklung. Leider blieb uns nicht genug Zeit, die Nordspitze Borneos zu besuchen, die sogenannten
Sabah-Keys, kleine und kleinste Inseln, die ein gewisses Südseeflair vermitteln sollen. Aber wer weiß,
vielleicht verschlägt es uns ja noch einmal in diese Region. Die Gebiete in denen der Mensch noch im
Einklang mit der Natur lebt, werden immer seltener und leider muss man auch immer weiter reisen, um
sie noch zu entdecken. Mit jedem Reisenden, der dann dort auftaucht, geht allerdings auch dort Stück
für Stück die Ursprünglichkeit verloren. Darum versuchen wir wirklich immer, nichts zu hinterlassen
außer unseren Fußspuren im Sand. Dies gelingt leider nicht immer.
Auf dem internationalen Flughafen in Kuala Lumpur ging unser multieuropäischer Urlaub seinem Ende
entgegen. Kein Streit zwischen den drei Paaren, kein Futterneid, kein Egotrip, keine Einzelaktionen.
Auch eine Reise zu sechst kann harmonisch verlaufen, wenn man teamfähig ist. Alle haben
zurückgesteckt, wenn es um die Interessen der Gruppe ging und alle haben gemeinsam diese Reise genossen.
Man sollte vielleicht solche Reisen nicht mit zu engen Freunden machen, wenn man eigentlich nur das
Sonntagsgesicht des Anderen kennt.
So bestiegen wir dann unsere Flieger paarweise. Zweimal nach Wien - zweimal nach Amsterdam und zweimal
nach Frankfurt. Wir sprechen heute noch oft telefonisch über diese Reise und schwelgen gern gemeinsam
in Reiseerinnerungen wenn wir uns irgendwo in Europa treffen.
Mein Freund Hans ist 1998 das erste Mal Vater geworden. Er freut sich schon sehr darauf, mit seinem Sohn
die Welt immer wieder neu zu entdecken.
Maurice ist ein Wirbelwind, der den Charme Asiens in den Augen hat. Schließlich ist sein Vater ja
zur Hälfte Indonesier und zur anderen Hälfte Australier.
