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„Bula Fiji“ - Menschen zum Verlieben
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„Bula Fiji“ - Menschen zum Verlieben

Nach langer Vorbereitung hatten wir uns 1996 entschieden, unseren Traum einer Reise in die Südsee zu realisieren. Es gab so viele Ziele im Südpazifik, dass uns die Entscheidung sehr schwer fiel. Samoa, Tonga oder die Cook-Islands? Vielleicht doch lieber Aitutaki oder Bora-Bora? Wohlklingende Namen, die an kitschige Südseefilme erinnerten oder an Seefahrerromantik aus alten Erzählungen. Ich las den Seeteufel von Graf Luckner, um mich emotional etwas einzustimmen.
Durch einen deutschen Journalisten, der mehrfach auf Fiji war und dort ein Haus besaß, wurden wir beeinflusst, Fiji auszuwählen. Er erzählte begeistert von den Menschen und deren uralten Sitten und Gebräuchen. Wir lasen alle gängigen Reiseführer und entschieden uns für die Inseln Vanua Levu, Viti Levu, Waya, Kadavu und Taveuni.
 
In allen Reiseführern wurde die Schönheit des Landes angepriesen, über und unter Wasser. Wir lasen den Knigge für Fiji-Reisende, wie wir uns in den Dörfern und mit dem Menschen zu bewegen hatten. Es war fast nicht zu glauben, wie viele Maßregeln es gab. Man sollte immer ein Gastgeschenk, ein sogenanntes Sevu-Sevu bei sich haben. Zum Beispiel die Wurzel des Yangona-Strauches aus der die sogenannte Kava bereitet wird. Ein leicht berauschendes Getränk, das in einer großen Schale, der Tanoa angeboten wird. Gereicht wird das Getränk in Kokosnusshälften, den Bilos.
Es ist ein uralter Brauch in der Südsee, Kava in einer geselligen Runde zu trinken. Selbst Staatsgäste, die auf Fiji begrüßt werden, müssen dieses, stark an Abwaschwasser erinnerndes Getränk, in der üblichen Zeremonie zu sich nehmen.
Man darf das Gastgeschenk dem Häuptling nicht direkt in die Hand geben, sondern muss es vor ihm, dem Chief des Dorfes ablegen, damit er sich dann entscheiden kann, ob er durch das Aufheben sein Einverständnis mit dem Besuch erklärt. Man darf zum Beispiel nicht aufrecht in der Hütte gehen, nicht vor Sitzenden stehen, nicht die Menschen am Kopf berühren usw.
Wir lasen ungläubig, dass die Kultur nach so vielen Jahren als Drehpunkt im Südpazifik, noch so
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”