erhalten
sein sollte. Aber es war alles nur ein kleiner Vorgeschmack. Die Realität im Inselstaat war
weitaus beeindruckender als alles Gelesene.
Wir entschieden uns für einen Flug mit der Korean Airlines, die zu einem Spottpreis via Paris und Seoul
nach Nadi auf der Hauptinsel der Fijis flog. 26 Stunden reine Flugzeit. 16 Stunden Aufenthalte und
Transfers. Das lange Sitzen in den engen Economy-Sitzen stand uns noch bevor.
Der Pariser Flughafen ist schmutzig und verwahrlost. Wir waren enttäusch von der Art und Weise, wie
dort mit Touristen umgegangen wird.
In Seoul hatten wir drei Stunden Aufenthalt. Mit Vergnügen sahen wir uns im Flughafen um. Belustigt
schauten wir einige koreanische Filme in der Wartehalle an. Die Mimik und Gestik unterschied sich
gewaltig von den uns bekannten Movies. Asiatisches Fernsehen ist mental doch anders gelagert, als in
Europa.
Wir hatten im Vorwege wieder die Notausstiege reserviert und konnten so mehr Beinfreiheit genießen.
Mit Hilfe unseres Handgepäck, haben wir sogar die Beine hoch legen können.
Da unsere Reise in der Regenzeit lag, hatten wir Bedenken, dass uns einer der berüchtigten Zyklone
erwischt. Gleich nach der Landung sahen wir schon auf dem Flughafen große Pfützen, fast schon kleine
Seen.
Die Tropensonne schien allerdings kräftig und so bewegten wir uns gleich mit einem Taxi Richtung Fiji
Beach Ressort, einer kleinen Hotelanlage nördlich von Nadi. Unser Fahrer erzählte uns, dass es die
letzten drei Wochen fast ununterbrochen geregnet hätte. Deshalb auch die ausgewaschenen Straßen und
großen Schlaglöcher.
Die letzten 500 Meter mussten wir sogar am Strand entlang fahren, weil die Straße durch die Wassermassen
der letzten Regenfälle gar nicht mehr existierte. Der erste Blick auf den Strand war sehr enttäuschend.
Braun, grobkiesig und durch Niedrigwasser freiliegende tote Korallenstöcke. Auch am Hotel leider der
gleiche Anblick.
Unser Zimmer war sehr geräumig und nach einem ersten Drink an der Bar war die Müdigkeit nach der langen
Reise erst einmal vergessen. Wir sagten uns, es ist ja nur für eine Nacht...
