Wir sahen uns in der näheren Umgebung des Hotels um. Die Wärme und die tropische Blütenpracht
entschädigten für den fehlenden Traumstrand. Eine örtliche Reiseagentur, der Besitzer ist Schweizer,
hatte mir bei der Gestaltung der Reise schon telefonisch geholfen und die Buchung der unterschiedlichen,
von uns ausgewählten Hotels übernommen.
Wir können es allerdings niemand empfehlen, es uns gleichzutun. Man wird doch, was die Preisgestaltung
angeht, kräftig über das Ohr gehauen. Die erreichten Rabatte werden nie an den Touristen weitergegeben.
Bis zu 20 % Rabatt haben wir bei den Reservierungen auf diese Weise verloren. Aber der Service war
sehr gut und die Transfers waren pünktlich. Hätten wir alles selbst gebucht, wären wir besser beraten
gewesen. Trotzdem lagen wir 30 % un-ter den Katalogpreisen.
Um acht Uhr abends war die Energiereserve aber dann verbraucht. Nach dem sehr guten Abendessen
verschwanden wir gleich in unserem Bungalow.
Der Temperaturunterschied zu Deutschland und die Zeitverschiebung von 12 Stunden machte uns wieder
die ersten Tage schwer zu schaffen. 35°-40° C Tagestemperaturen und 90 % Luftfeuchtigkeit waren die
ersten Stunden mehr als belastend. Nachts sank das Quecksilber auf „erfrischende“ 28° C ab.
Oft sind wir mitten in der Nacht noch einmal aufgestanden, um kalt zu duschen. Aber es war uns alles
wesentlich lieber, als der deutsche Schmuddelwinter. Gleich am ersten Urlaubstag haben wir einen
Bootsausflug in die Mangrovenwälder Viti Levus gebucht.
Nicht mit einem normalen Wasserfahrzeug, sondern mit einem „Shotover-Jet“.
Diese Boote haben statt der Schraube einen Düsenantrieb mit unter Hochdruck gebrachtem Wasser. 400 PS
und nur zehn Zentimeter Tiefgang sorgen für Geschwindigkeiten bis zu 70 Stundenkilometer. In
Neuseeland wird diese Touristenattraktion schon lange in einem Felsenlabyrinth praktiziert. Es ist ein
echter Nervenkitzel, die schmalen Flüsse entlangzurasen. Der Kick ist es jedoch bei voller Fahrt einige
360° Drehungen zu machen.
Das Wasser schlägt über dem Boot zusammen und es entsteht unweigerlich der Eindruck, dass das
