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„Bula Fiji“ - Menschen zum Verlieben
Seite 156
sehr nah.
Am Tag der Weiterreise nach Vanua Levu, der zweitgrößten Insel der Fijis war sehr starker Wind aus Nord aufgekommen. Wir mussten mit dem Boot auf der windabgewandten Seite Kadavus zum 35 Kilometer entfernten Flughafen fahren. Da die Korallen dort dicht unter der Oberfläche sind, fuhr unser Bootsmann mit dem kleinen Boot und unserem Gepäck an der Innenseite des Außenriffs ca. fünf Kilometer vom Ufer entfernt.
An einer kleinen Anlegestelle mit vier Fales, den Bambushütten der Fijianer tankten wir unseren Reservekanister nach und verschenkten Luftballons an die neugierigen Kinder.
Ich hatte schon immer ein ungutes Gefühl, mit einmotorigen Booten, weit von der Küste entfernt zu sein. Dieses Mal wurden meine Befürchtungen bestätigt. 15 Kilometer vom Ressort entfernt, fiel plötzlich mit einem letzten Röcheln die Maschine aus. Unser Bootsmann tat sich wichtig und wollte mir erzählen, dass er Fachmann im reparieren von Aussenbordern sei.
Ich war sicher: Die Schwimmernadel hatte sich verhakt und der Vergaser war voller Benzin. Unser Werkzeug bestand nur aus einem großen Schraubenzieher, meinem Tauchermesser und einer Zange.
Als unser Bootsmann die Absicht äußerte, den Motor zerlegen zu wollen, erhob ich deutlichen Einspruch. Ein Teil des Vergasers am Außenriff zu verlieren oder auch nur eine einzige Schraube, konnten wir nicht riskieren.
Zum Einen hatten wir für drei Personen nur einen Liter Wasser an Bord, zum Anderen war nicht daran zu denken, dass in absehbarer Zeit irgendein anderes Boot oder Schiff unsere missliche Lage am Riff bemerken würde. Dörfer von Einheimischen waren auch nicht zu sehen und die Entfernung zum Ufer war schwimmend nicht zu bewältigen. Ohne eine Tauchausrüstung und mit dem Gedanken an die Haie wäre ich überhaupt nicht in das Wasser gestiegen. Ich bemühte mich, die innere Ruhe zu behalten und Bianca das Gefühl zu geben, dass unsere Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos sei.
Der Wind war stark ablandig. Wir befestigten alle Gewichte und einen Stein an einem Seil, um ihn als Treibanker zu benutzen. Das Aussenriff war nur noch 500 Meter entfernt und man hörte die Brandung der gut zwei Meter hohen Brecher.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”