Mit dem Sohn des Chiefs, Mr. Kabakoro, einem sehr europäisch wirkenden, groß gewachsenen Fijianer,
kam er schon nach kurzer Zeit zurück. Wir übergaben unser Sevusevu das Gastgeschenk. Wie üblich ein
Bündel Kavawurzeln. Wir legten das Geschenk vor seinen Füssen ab. Diese Geste lockerte die Stimmung
im Dorf gänzlich auf. Mit einem breiten Lächeln erzählte er uns, dass er in den USA und in Korea studiert
hatte. Ihm oblag bereits die politische Führung einiger Gebiete in der Umgegend. An Biancas Blicken
konnte ich eine gewisse Sympathie für diese, sehr männliche Erscheinung ablesen.
Eine sehr ehrlich gemeinte Herzlichkeit schlug uns beiden entgegen. Wir wurden einem koreanischen Arzt
vorgestellt, der in Naweni eine kleine Klinik eröffnen wollte.
Er war schon in den Verhandlungen mit der Regierung und hatte ein Grundstück in Naweni erworben.
Die Frau des Häuptlingssohnes kam aus Hawaii. Wir waren uns schnell alle sehr sympathisch. Fast eine Stunde
wurde beraten, auf welche Weise wir unser Krabbenspektakel sehen könnten.
Schließlich erfuhren wir enttäuscht, dass das Dorf einen chronischen Mangel an Jungfrauen hatte.
Der Bruder des Chiefs erklärte sich allerdings bereit, die Führung und den Gesang anstelle der Jungfrauen zu übernehmen. Ich war frustriert, hatte ich mich doch auf den Gesang der Jungfrauen gefreut... .
Der Koreaner und sein Freund, Manager einer koreanischen Holzimportfirma(!) erklärten sich bereit, uns vom
Hot Spring Hotel abzuholen. Viele Länder bemühen sich an dem Holzreichtum der Fijis zu partizipieren. Zum
Glück ist die Regierung in der Hinsicht recht clever. Die Einheimischen passen sehr gut auf ihre Natur
auf.
Wir nahmen gern dieses Angebot an und trafen uns am nächsten Morgen vor dem Hotel um den Weg nach Naweni
anzutreten. Bis zu der kleinen Insel, auf der die Krabben leben sollten, sind wir allein zwei Stunden
durch den Dschungel gelaufen. Bei Ebbe, kilometerweit zu Fuss über das Riffdach, erreichten wir die
Insel der Krabben nach einer Stunde. Schweißnass und total erschöpft zogen wir Myriaden von Mücken
an und hatten diesmal keinerlei Insektenabwehrmittel dabei.
Egal! Wir waren gespannt auf die Krabben.
Wir erreichten eine kleine, smaragdgrün schimmernde Grotte mit kristallklarem Wasser. „Nicht lachen,
