Nach dem herzlichen Abschied von der Familie Kabakoro und zurück im Hotel entschieden wir uns, den letzten
Tag auf Vanua Levu im Cousteau Ressort zu verbringen. Jean-Philipe, der Sohn Jaque Cousteaus hat vor zwei
Jahren ein First Class Hotel an einem sehr schönen Strandabschnitt eröffnet.
Sein Vater war über diese Tatsache sehr entrüstet, wie uns berichtet wurde, weil mit dem guten Namen
Cousteaus, der sich ja massiv für die Natur eingesetzt hat, da Werbung für ein Touristenressort gemacht
wurde.
Leider ist mein großes Idol kurz nach dieser Reise verstorben.
Als im Hotel bekannt wurde, dass auch über dieses Hotel ein paar Worte in diesem Buch zu lesen sind,
wurde spontan eine Führung durch die Anlage organisiert. Wir hatten die Möglichkeit zu fotografieren
und zu filmen. Touristen waren kaum zu sehen, alles machte einen sauberen, sehr teuren Eindruck.
Wir wollten für ein prima Mittagessen gern einen Teil unserer Reisekasse im hoteleigenen Restaurant
zurücklassen. Man bemühte sich sehr, uns zu erklären, dass der Grund für die leeren Zimmer in der
Jahreszeit lag. Bloß kein schlechter Eindruck für den Reisebuchautor. Zum Lunch wurden wir dann auch
noch eingeladen. Das war mir dann doch etwas peinlich. Aber hier konnte meine kleine Lüge ja nicht
auffallen.
Ein kleiner Schwenk zurück nach Deutschland:
Währen einer Höhlenbesichtigung in der fränkischen Alp verbot man mir einmal, meine Videokamera zu nutzen
und wollte uns fertige Videos verkaufen. Richtig sauer erklärte ich dem Kassierer am Höhleneingang, dass
ich vom norddeutschen Höhlentaucherverband sei und unserem Club gern Aufnahmen von dieser Höhle vorführen
möchte. Diese Lüge war zwar frech, aber saß so gut, das zu unserem Entsetzen eben dieser Kassierer jetzt
mit dem Bürgermeister telefonierte. Dieser lud uns spontan in den Dorfkrug ein, um uns kennen zu lernen.
Hätte er auch nur eine Fangfrage gestellt, wäre es peinlich geworden. Es war aber zum Glück ein
unverfängliches Gespräch. Der Bürgermeister hatte selbst keine Ahnung von Tropfsteinhöhlen. Mein
Fachchinesisch beschränkte sich auf die Begriffe Stalagmiten und Stalagtiten.
