Die beiden Tauchgänge mit der so angepriesenen Tauchschule waren sehr enttäuschend im Vergleich zu dem,
was ich vorher auf den Fijis zu sehen bekommen hatte. Zerstörte Korallen, wenig Fisch, oberflächliche und
auch noch unfreundliche Divemaster. Alles war viel zu teuer. Die Zimmer sind allerdings sehr schön und die
Belegschaft ist so freundlich, wie der Rest der Fijianer Schlechte Erfahrungen haben wir mit den Menschen
dort gar nicht gemacht.
Die letzten Stunden verbrachten wir an den heißen Quellen vor dem Hot Spring Hotel. Die Einheimischen
nutzen diesen Hot Spot, um sich ihr Essen zu kochen. Alles war dort sehr schmutzig und verwahrlost.
Kein Vergleich mit der Sauberkeit, die man sonst überall auf diesen Inseln bewundern kann.
Auf dem Flug nach Taveuni, der sogenannten Garteninsel Fijis, haben wir den Blick auf die unzähligen
Riffe und Atolle genossen. Der Anblick der bergigen, dicht mit ursprünglichem Regenwald bewachsenen
Insel ließ für unser letztes Etappenziel einiges erwarten. Schon die Fahrt vom Flughafen an der Küste
entlang war sehr beeindruckend. Große Baumfarne, Papageien, die sich an Papayas dick und rund fraßen
und eine fast unwirkliche Dschungelkulisse.
Auf dem Weg zu Susie´s Plantation Ressort lag die Datumsgrenze, erkennbar an einem großen Holzschild
mit der Landkarte Taveunis. Ein Bein im Heute, ein Bein im Gestern. Ein wichtiger Teil unseres
Urlaubsfilms war gesichert.
Susie´s Plantation ist ein tropischer Garten mit zehn Cottages und einem kleinen Restaurant. Der
Überfluss an Früchten und Blüten und der Duft der Tropen lässt einen die Realität in Old Germany
schnell vergessen.
Die Mangos, Guaven, Mandarinen und Bananen wachsen einem direkt in den Mund. An Vitaminmangel wird auf
Taveuni niemand leiden müssen.
Die Belegschaft vom Koch bis zum Manager verwöhnten uns sehr und versuchten uns jeden Wunsch von den
Lippen abzulesen. Jeden Abend wurde Gitarre gespielt, mehrstimmig gesungen, gelacht und eine Unmenge
Kava getrunken. Als die fijianische Nationalhymne angestimmt und mit tiefer Überzeugung vorgetragen
wurde, dachte ich bei mir: „Wenn wir in Deutschland die Nationalhymne während einer Feier singen, werden
wir fast verhaftet.“ So etwas wie Nationalstolz ist uns Deutschen
