Walhaie in den Similans
Endlich!!! Im August 1997 hat Bianca den Tauchschein bestanden. Jahrelang habe ich ihr das Erlebte in allen Farben und Formen geschildert, um dann schon an ihren Augen abzulesen, dass sie mir kein Wort glaubte. Wenn kein Videofilm die Echtheit bezeugen konnte, wurden meine Hairiesen von ihr sehr schnell zu zentimetergroßen Spielzeugen herunterreduziert.Ich war wirklich sehr stolz auf ihre Leistung, sie hat schließlich in der kalten und trüben Ostsee den Padi-Schein bestanden. Allerdings hasste sie anschließend ihren Tauchlehrer abgrundtief. Er tauchte während der Prüfung mit 14 mm Neopren und Kappe und Sie hatte bei 9° C Wassertemperatur nur einen Shorty ohne Ka-puze... . Eine kräftige Grippe war die Folge und natürlich der Wunsch, ihre neuen Fähigkeiten in den Tropen so bald als möglich zu testen.
Ab November stöberten wir in Tauchzeitschriften und befragten Freunde und Bekannte über Erfahrungen mit Live-Aboards. So werden die Tauchschiffexpeditionen genannt. Wir erkundigten uns auch per Mail nach Anbietern und Preisen. Ich surfte mit dem Computer im Internet durch die Tropen und besuchte die thailändische Inselwelt per Mausklick. Auf der Homepage der Insel Ko-Samui wird man mit einem hohen Stimmchen begrüßt:
„Welcome to Ko-Samui.“
Eine Live-Kamera, „Webcam” genannt, übermittelt Lifebilder des bekanntesten Strandes, dem Chaweng, an Erholungssuchende auf der ganzen Welt.
Hotels, Gästehäuser und Autovermietungen bieten farbenfroh ihre Dienste und Leistungen an. Die Tauchexpedition und das Boathouse-Hotel auf Ko-Samui buchten wir direkt übers Internet. Bei der Tauchexpedition sparten wir 50 % des Katalogpreises. Ein Hotel für die erforderliche Zwischenübernachtung auf Phuket wollten wir uns lieber vor Ort suchen.
Das Hotel in Bangkok war ein Angebot der Thai-Airways und wurde von uns mit dem Flug über ein Reisebüro gebucht. Die Preisverhandlung für die Vier-Tagesexpedition per E-Mail war schon allein ein Erlebnis.
