Unsere Anreise war im Vergleich zum Vorjahr (Fiji) kurz und schmerzlos. In Bangkok angekommen, entschieden
wir uns, eine Klongfahrt mit dem Langboot durch die Kanäle der Hauptstadt zu machen. Wieder einmal
stellten wir beide fest, dass asiatische Hauptstädte zwischen Schmutz und Hektik nicht viel
Erholungsfaktor haben. Die Klongfahrt geriet zur Abzocke. Jedes zweite Langboot versuchte uns etwas
zu verkaufen. Sehr anstrengend... .
Die Stadt mit Ihren wunderschönen Tempeln, dem Geruch tropischer Gewürze auf den bunten Märkten und die
fremde Kulisse beeindruckte uns sehr. Natürlich ist alles auf den Touristen ausgerichtet. Von der
Nachtbar bis hin zum kleinsten Restaurant. Mit einem TUK-TUK (Moped mit Beiwagen) setzten wir uns
Richtung Zentrum in Bewegung. Clever, wie wir sind, vereinbarten wir den Preis im Vorwege. Nach fünf
Minuten hielt unser Fahrer und gab uns zu verstehen, dass er in einem chinesischen Schmuckladen einen
Benzingutschein bekommt, wenn wir so nett sind, uns dort ein wenig umzusehen.
Kein Problem. Nach zehn Minuten ging es weiter, der Fahrer strahlte, wir waren etwas genervt durch die
aufdringlichen Verkäufer. Jetzt dauerte es nur weitere zwei Minuten und der Fahrer hielt erneut vor einem
Kleidungsgeschäft.
Wieder ging es um einen Benzingutschein. Mit unserer Reiseerfahrung und Redegewandtheit war es wohl doch
nicht so weit her. Nach weiteren zehn Minuten durften wir den Laden wieder verlassen... . Unser Chauffeur
bedeutete uns, dass es jetzt nur noch drei Läden bis zum Zentrum wären. Wir stellten entsetzt fest,
dass nicht der Fahrpreis entscheidend für den Lebensstandard des Besitzers ist, sondern die Anzahl
der Haltestops in den unzähligen Shops auf dem Weg.
Fluchtartig verließen wir das Tuk-Tuk und gingen lieber den Rest bis zum Bootsanleger zu Fuß. Ein Langboot
schoß mit fast unverminderter Fahrt auf uns zu. Der schmuddelige Kapitän rief etwas von 2000 Baht. Wir
einigten uns schlussendlich auf ein Viertel dieses Preises und starteten mit Höchstgeschwindigkeit in
die Kanäle der Hauptstadt. Auch hier wurden wir kräftig in einer unglaublich schmutzigen Schlangenfarm
abgezockt und während der Fahrt durch entsprechende Stops zum Einkaufen animiert. Weil wir nichts kaufen
wollten, sank die Laune unseres Kapitäns auf
