Am Ende unserer Reise haben wir dann 25 Uhren, einige Sonnenbrillen, maßgeschneiderte Hemden und Hosen
als Ballast mit nach Hause genommen. Das nächste Mal werden wir kaum Ballast mitnehmen, damit wir mehr
davon einkaufen können...!
Am gleichen Abend besuchten wir das weltberühmte Oriental-Hotel am Ufer des Flusses. Wir speisten
fürstlich im angeschlossenen Restaurant. Ich habe die Plätze schon aus Deutschland per Fax reserviert.
Es lohnt sich wirklich. Per Boot wird man über den Fluss gebracht und genießt das nächtliche Bangkok
mal aus einer anderen Perspektive. Essen, Ambiente, Tempeltänze und tausende kleiner Lämpchen in den
Bäumen und Büschen machen die Atmosphäre unvergesslich.
Nach vier Stunden Luxus entschieden wir uns, ein Taxi zu rufen. Ich wollte zahlen und -oh Peinlichkeit-,
ich hatte meine Brieftasche mit Karten und Geld im Hotel gelassen, zehn Kilometer entfernt. Ich ließ mir
den Chefkellner kommen und erklärte ihm mein Problem. Er hatte eine erstaunliche Lösung parat: Bianca
sollte als Pfand im Restaurant bleiben.
Ich musste per Taxi mit dem Kellner zu unserem Hotel fahren und Geld holen. Das Trinkgeld wurde schon
vorher auf 30 DM festgelegt. Eine echt asiatische Lösung!
In der Nacht besuchten wir dann die weltberühmte Patpong. Sexshows so weit das Auge reicht, Prostitutes
aller Colheur... und was uns wirklich bedrückte, viele Kinder zwischen acht und dreizehn Jahren, die
dickbäuchigen Touristen aus allen Ländern ihre Dienste anboten. Uns verschlug es die Sprache, dass seitens
der Regierung so offen Kinderprostitution geduldet wird. Menschenmassen drängten sich durch die Straßen.
Neonbeleuchtungen priesen die Dienste der Thaimädchen an. Pulsierendes Leben mitten in der Nacht.
Leider haben wir indirekt auch durch unsere Anwesenheit und den Kauf von zwei weiteren Uhren und einer
Handtasche den Markt belebt.
Nach zwei Tagen waren wir froh, den Moloch Bangkok zu verlassen. Wir entschieden uns, die erste Woche
unserer Reise in Krabi zu beginnen, einer Kleinstadt im Südwesten Thailands.
Der landschaftliche Reiz der unzähligen kleinen und kleinsten Inseln zwischen Phuket und Ko Phi-Phi ist
trotz der zahlreichen Touristen ungebrochen. Seezigeuner in Pfahldörfern, Licht und Schatten der
