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Zypern, die Insel der Götter?
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uns die ersten Tage in die Bergwelt Zyperns. Dicht bewaldet und angenehm kühl präsentierte sich der Olymp tatsächlich wolkenfrei. Wir genossen die Aussicht auf Weinberge, Zypressen und Pinienwälder. Das Panorama und die pittoresken kleinen Bergdörfer verführen immer wieder zu neuen Fotografien. Die griechische Küche auf Zypern hält einiges an Überraschungen bereit. Zum Beispiel das Meze, eine reichhaltige Auswahl an Vorspeisen, die als Buffet serviert werden und kaum Wünsche offen lässt. Der zypriotische Wein ist sehr gut und mit Vorsicht zu geniessen.
Die Zyprioten sind aufgeschlossen, sehr europäisch und urban. Wir haben oft mit Chris und seiner Familie zusammengessen und über die Probleme der geteilten Insel gesprochen.
Nicosia ist das griechische Berlin. Sandsäcke, Stacheldraht und schwer bewaffnetes Militär kennzeichnen auch noch 25 Jahre nach der Teilung das Strassenbild.
Die Strände des griechischen Teils sind östlich Larnacas ausgezeichnet, aber sehr überlaufen. Man findet dennoch immer einen ruhigen Strandabschnitt, wenn man Zeit zum Suchen mitbringt. Empfehlenswert sind der Nisi-Beach oder das Gebiet um Aja Napa.
Von Jet-Skies, die einem die Ruhe rauben oder Parasailing, bis hin zum Wracktauchgang wird alles geboten. So entschied ich mich, das Wrack eines Frachters zu betauchen, das zwei Kilometer vor Larnaca Anfang der Achtziger auf seiner Jungfernfahrt kenterte und sank. Menschen kamen damals nicht zu Schaden. Die Ladung bestand aus 180 Lastwagen voll mit unterschiedlichsten Handelsgütern. Die Sichtverhältnisse sind sehr gut. Es ist beeindruckend, sich in einem 200 Meter langen Schiff zu bewegen, in dem sich Lastwagen wie Spielzeuge türmen. Volle Whiskyfklaschen schweben an einem vorbei und an anderer Stelle bewegt man sich in einer Wolke aus Hühnereiern, die wie tausende Ping-Pong Bälle schwerelos im Wasser hängen. Die Frachträume sind gigantisch groß. Oft wirken die schweren Lastwagen wie Spielzeuge.
Fische oder Kleintiere sind hier eher selten. Das Mittelmeer ist hoffnungslos überfischt. Die meisten Fische in den Restaurants sind leider importiert und entsprechend teuer.
Nach einer Stunde im Wrack entschied ich mich, es bei diesem einen Tauchgang bewenden zu lassen. Ich bin leider in dieser Hinsicht etwas verwöhnt... .
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”