Dahab, Abenteuer auf dem Sinai
Nach den Anschlägen in Ägypten und den USA zögerten wir etwas, unsere Tauchreise auf den Sinai zu realisieren. Die Welt beobachtete den nahen Osten und der Konflikt zwischen Israel und Palästina fand gerade einen neuen, blutigen Höhepunkt.Nein! Ein Osama bin Laden sollte unsere Lebensgewohnheiten nicht verändern. Nicht zu Hause und nicht in der Fremde.
Verzichten wir auf unsere Reisen und auf die schönen Seiten des Lebens, hat der Terrorismus gewonnen. Wir wussten ja, dass die Politik die Kriege macht und selten die Bevölkerung.
Nach kurzer Planung buchten wir über das Internet ein schönes Hotel am Strand, etwas abseits von Dahab, einem kleinen, verschlafenen Ort 100 Kilometer nördlich von Sharm el Sheik, dem Touristenghetto des Sinai. Es hieß, der März sei noch nicht so heiß und die Nächte schon warm genug für ein T-Shirt... .
Nach vier Stunden Flug erreichten wir Sharm el Sheik. Bus- und Taxifahrer warben um Touristen. Es war unglaublich warm und wir beide waren in Minuten völlig durchgeschwitzt.
Hotelburgen, so weit das Auge reichte, Restaurants an jeder Ecke, Tauchschulen in jedem dritten Gebäude aber kaum Touristen.
Wir beließen es bei einem kurzen Stop und entschieden uns kurzfristig, bei dieser Hitze lieber doch auf einen klimatisierten Bus zu warten. Die Luft stand still. Wir konnten die Luftspiegelungen über dem heißen Sand der Geröllwüste sehen. Nur drei Touristen aus Deutschland teilten sich mit uns einen ganzen Reisebus. Schon am Flughafen war die Militärpräsenz mehr als deutlich. Auf dem Weg nach Dahab passierten wir noch mehrere schwerbewaffnete Armeeposten. Hier wurden wir bewacht, nicht die Beduinen. Das war uns allen klar. Nur von wem, das wusste wohl kaum jemand. Ein paar kranke Typen, die mit der Entführung von Touristen eine Regierung erpressen wollen???
Steine, Sand und Staub, soweit das Auge reicht. Nach unseren Reisen in tropische Gefilde war dies ein krasser Gegensatz. Aber auch dieser Anblick hatte seinen Reiz. Kamelkarawanen bewegten sich
